Maschinenbauer sind Rückgrat der Energie-Innovation

Grünbuch zur österreichischen Energie- und Klimastrategie zeigt: Österreich braucht innovative Energietechnologien

Wien (OTS) - Gestern, Dienstag, wurde das Grünbuch für eine integrierte österreichische Energie- und Klimastrategie offiziell vorgestellt. Das Grünbuch, das bereits seit Mitte Juni verfügbar ist, soll der Start einer umfangreichen Konsultation sein. Stefan Ehrlich-Adám, Umweltsprecher des Fachverbands der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie (FMMGI): „Wir begrüßen die Initiative der Ministerien, gemeinsam mit interessierten Stakeholdern eine österreichische Energie- und Klimastrategie zu erarbeiten. Die österreichischen Maschinenbauer sind Innovations-Treiber in den Energietechnologien und in vielen Bereichen Weltmarktführer. In unseren Mitgliedsunternehmen findet täglich Energie-Innovation statt.“

Integration in europäische und nationale Strategien

Das Zielquartett der Strategie ist bekannt: quasi spiegelbildlich zu den beteiligten Ministerien sollen Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit die gleichwertigen Pfeiler der neuen Strategie sein. „Für unsere Branche von essentieller Wichtigkeit ist aber vor allem, dass sich das österreichische Ergebnis auch wirklich in die europäische und internationale Energie- und Klimapolitik integriert“, so Ehrlich-Adám weiter. In der Vergangenheit ist Österreich immer wieder über die in Europa verabschiedeten Ziele als „Musterschüler“ hinausgegangen, in vielen Fällen auch zu Lasten der eigenen Unternehmen. Österreich als Wirtschaftsstandort zu erhalten, muss ein zentraler Teil der Strategie sein. Ehrlich-Adám: „Österreich darf nicht länger freiwillig Ziele verschärfen, wenn das nur der Befriedigung von Eitelkeiten dient. Golden Plating zu Lasten des Standortes hilft niemandem.“

Maschinenbauindustrie ist Vorreiter in der Energie-Innovation

Wenn Österreich im Rahmen der Vorstellung des Grünbuchs als Innovations-Leader im Bereich Energietechnologe bezeichnet wird, so sind das zu einem wesentlichen Teil die Unternehmen der Maschinen, Metallwaren- und Gießereiindustrie. Sie entwickeln und produzieren jene Umwelt- und Energietechnologien, die jede ambitionierte Energie-und Klimapolitik braucht. Besonders wichtig für die Unternehmen der Branche, die 2015 einen Produktionswert von 34,9 Mrd. Euro erwirtschaftet haben und in Österreich 125.000 Arbeitnehmer beschäftigen, ist auch die Planungssicherheit. Ehrlich-Adám: „Deshalb freut es uns sehr, dass die Initiative über 2030 hinaus auch bis 2050 geht. Unternehmen brauchen diese Planungssicherheit.“

Ausdrücklich lobt Ehrlich-Adám den Prozess, in dem die Strategie erarbeitet werden soll. „Ein integrativer Prozess, in dem zunächst alle auf den gleichen Wissensstand gebracht werden sollen ist, obwohl mehr als logisch, in Österreich neu. Dass hier alle beteiligten Ministerien und Stakeholder an einem Tisch sitzen, ist ein Abstimmungsprozess, wie er sein sollte. Wir hoffen aber, dass im Laufe des Prozesses nicht das eigentliche Ziel aus dem Auge verloren geht: Es geht hier um eine Strategie, um Österreich zu einem nachhaltigen und - auch für Unternehmen - leistbaren Energiesystem für eine klimafreundliche Zukunft zu führen - bei gleichzeitiger Stärkung des Wirtschaftsstandorts.“

Der FMMGI wird sich jedenfalls aktiv und kooperativ an dem ab sofort laufenden Konsultationsprozess beteiligen.

Über den FMMGI

Der FMMGI ist die Vertretung der österreichischen Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei. Mit über 1.200 Unternehmen und 118.000 Beschäftigten erwirtschaftete die Maschinen- und Metallwarenindustrie im Jahr 2015 einen Produktionswert von 33,4 Milliarden Euro. Die Gießereiindustrie mit 7.000 Beschäftigten erzielte einen Produktionswert von 1,5 Milliarden Euro. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereibranche im internationalen Wettbewerb zu sichern.

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