GPA-djp-Katzian zu Start-Up Maßnahmenpaket: Großer Fortschritt für arbeitsrechtliche Absicherung von PraktikantInnen

Unbezahlte Praktika werden damit bald der Vergangenheit angehören

Wien (OTS) - „Das heute verabschiedete Maßnahmenpaket für Start-Ups bedeutet auch für Praktika einen arbeitsrechtlichen Verbesserung, von der viele junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren werden“, begrüßt Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) die vom Ministerrat beschlossenen Änderungen für BerufseinsteigerInnen.

Zu begrüßen ist der Vorstoß, dass PraktikantInnen, die nicht im Rahmen einer Ausbildung Berufspraxis sammeln wollen, als ArbeitnehmerInnen zu behandeln sind und nach Kollektivvertrag entlohnt werden müssen.

„Wir werden uns weiterhin stark dafür einsetzen, so rasch wie möglich in allen Kollektivverträgen ein faires Entgelt für PflichtpraktikantInnen auszuverhandeln. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Kollektivvertragspartner den Ansporn durch die Regierung ernst nehmen werden und uns in dieser wichtigen Zielsetzung, die Arbeitsbedingungen junger Menschen zu verbessern und nicht blockieren. Zwei Drittel der PflichtpraktikantInnen wurden laut der aktuellen Studierenden-Sozialerhebung nicht bezahlt. Dem müssen wir schleunigst einen Riegel vorschieben“, so Katzian.

„Ein weiteres Problem ist die mangelnde soziale Absicherung. So gaben jedenfalls 60 Prozent der Befragten an, während ihrer Praktika nicht sozialversichert gewesen zu sein. Es wird nun den Unternehmen erschwert, sich auf Kosten der jungen BerufseinsteigerInnen Sozialversicherungsbeiträge zu ersparen. Nicht nur das Gehalt muss stimmen, eine Beschäftigung nach Kollektivvertrag bedeutet natürlich auch die Absicherung durch die Sozialversicherung“, ergänzt Veronika Bohrn Mena, in der GPA-djp zuständig für die Interessengemeinschaft work@flex.

Faire Rahmenbedingungen für BerufseinsteigerInnen sind nicht erst seit diesem Jahr ein Schwerpunkt der GPA-djp. Der starke Zugriff auf die Onlineplattformen Watchlist Praktikum (www.watchlist-Praktikum.at) und Mitgliederzuwächse bei jungen ArbeitnehmerInnen bestätigt unseren Kurs. „Wir freuen uns über die große Unterstützung in unserem Kampf gegen die Ausbeutung junger Menschen, die das heute beschlossene Paket bedeutet. PraktikantInnen müssen fair behandelt und fair bezahlt werden!“, so Katzian und Bohrn Mena abschließend.

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