Aslan fordert Klarheit über die Verbreitung giftiger Chemikalien in Konsumgütern

Grüne vermuten perfluorierte Verbindungen auch in Lebensmittelverpackungen

Wien (OTS) - „Greenpeace hat heute zum wiederholten Male auf die Chemikalienbelastung von Sportartikeln aufmerksam gemacht“, verweist die Grüne KonsumentInnenschutzsprecherIn Berîvan Aslan auf die DETOX-Kampagne von Greenpeace Österreich. „Potenziell gesundheits-und umweltschädliche Chemikalien wie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) sind leider kein ausschließlicher Fall in High-Tech-Sportartikeln. Perfluorierte Verbindungen kommen auch in Lebensmittelverpackungen zum Einsatz", berichtet die Grüne aus der Beantwortung einer entsprechenden Grünen Anfrage.

„Es braucht endlich Klarheit, wo PFC überall zum Einsatz kommen und welche Auswirkungen diese Stoffe auf die Umwelt und Menschen konkret haben“, fordert Aslan. „Es ist hoch an der Zeit, dass die EU eine umfassende Bewertung von PFC inklusive anderer ähnlicher Stoffe wie PFOS (Perfluoroktansulfonsäure) und APFO (Ammonium Pentadecafluoroktanoat) vornimmt. “Lobenswerte Vorreiter sind hier Norwegen und Deutschland. Den Umweltbehörden beider Länder ist es zu verdanken, dass PFOS und APFO mittlerweile in die EU-REACH-Kandidatenliste für Chemikalien aufgenommen wurden."

In Österreich ortet Aslan hingegen einen Koordinierungsbedarf. „Für Chemikalien und deren Gefahren für die Umwelt ist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zuständig. Für gesundheitliche Gefahren durch Chemikalien in Sportartikeln ist das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz zuständig, während für gesundheitliche Gefahren durch Lebensmittel wiederum das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen zuständig ist. Es ist wichtig, dass wir in dieser wichtigen Angelegenheit in Brüssel mit einer Stimme sprechen“, betont die Grüne.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004