Grüne: Erste Maßnahmen für „Start-ups“ sind Fortschritt

Lichtenecker/Köchl: Gewerbeordnungs-Reform überfällig – Rechtsform für „Social Business“ gefordert

Wien (OTS) - "Die geplanten Reformschritte des von Kanzler Kern und Vizekanzler Mitterlehner aktuell angekündigten Wirtschaftspakets sind eine Verbesserung gegenüber dem Status Quo, auch wenn man die Details abwarten muss", zeigt sich Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin der Grünen, optimistisch. "EPUs und GründerInnen sind zentral für Österreich“, ergänzt der Grüne Selbstständigen-Sprecher Matthias Köchl.

Die beiden Abgeordneten freuen sich, dass Grüne Kernforderungen Eingang in die Regierungsvorhaben gefunden haben. Lichtenecker:
"Innovative Klein- und Mittelständische Unternehmen sowie Start-ups sind die Basis für eine gute Entwicklung der Wirtschaft. Im Bereich der Finanzierung und des Risikokapitals ist auf die effiziente und zielorientierte Umsetzung zu achten. Gerade die geplanten Förderinstrumente wie die Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften müssen so ausgestaltet sein, dass Mitnahmeeffekte und wachstumsschädigende Gewinnentnahmen von vornherein verhindert werden."

Dass nur eine nächste Taskforce eingesetzt wird, um einen „One-stop-Shop“ für GründerInnen umzusetzen, reicht Lichtenecker allerdings nicht - sie will die sofortige Umsetzung. Köchl wiederum fordert die Berücksichtigung von neuen Unternehmensarten: „Im Jahr 2016 gilt es auch, Rechtsformen für Mini-AGs oder ein „Social Business“ zu schaffen.“

Knapp 300.000 EPUs und GründerInnen seien zentral für Österreichs Wirtschaft. Köchl: „Darum freut es uns, dass Grüne Kernforderungen wie eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten für die ersten MitarbeiterInnen nun teilweise – bei den technischen Start-ups -umgesetzt werden.“ Der Grüne weist jedoch auf weitere Baustellen hin:
„Neben den Erleichterungen für Start-ups darf die Regierung nicht auf die soziale Absicherung der hunderttausenden Selbstständigen vergessen.“ Dementsprechende Entlastungen bei der Gewerblichen Sozialversicherung sind nötig, Anträge der Grünen dazu liegen vor.

„Eine umfassende Reform der Gewerbeordnung war längst überfällig“, stellt Köchl klar. Neben einer Straffung der Gewerbeschein-Struktur müssen aber auch die Ausgaben der Wirtschaftskammer gesenkt werden. „Die zehnfache Struktur durch neun Landes- und eine Bundesorganisationen mit einer unüberschaubaren Anzahl an länder- und branchenspezifischen Umlagen hat sich selbst überlebt und muss im Sinne der UnternehmerInnen weichen.“

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