SP-Wagner: Tagsüber mehr Ärzte und ausgeruhtes Personal: Neue Ärztearbeitszeiten bringen Vorteile für PatientInnen

Unverständnis für Streikdrohung durch Ärztekammer – Streik gegen geringere Arbeitszeiten und bessere Bezahlung kann PatientInnensicherheit gefährden

Wien (OTS/SPW-K) - „Die Umstellung der Ärztearbeitszeiten in den Gemeindespitälern läuft bereits seit einem Jahr und geht nun in die letzte Phase. Nachteile für die PatientInnen ergeben sich dadurch nicht – im Gegenteil: Die Ärzte müssen keine 25-Stunden-Dienste mehr versehen, sie sind daher ausgeruhter und die Ärztepräsenz am Tag erhöht sich deutlich – nämlich dann, wenn die PatientInnen da sind und die ÄrztInnen brauchen“, sagt SPÖ-Gemeinderat Kurt Wagner zur laufenden Diskussion rund um die Ärztearbeitszeit. Um diese Tagespräsenz zu erhöhen, werden Nachtdienste in den Tag verlegt und die Dienstzeiten von 25 auf 12,5 Stunden reduziert. Probleme durch dieses neue Modell sind nur deswegen entstanden, weil in vielen Abteilungen noch nach den alten Dienstzeitmodellen mit den 25-Stundenrädern gearbeitet wird und daher viele Überstunden anfallen, die teilweise durch Zeitausgleich ausgeglichen werden, die Ärzte daher tagsüber fehlen können, so Wagner.

„In den Häusern wurde sehr genau darauf geschaut, ob in der Nacht der eine oder andere ärztliche Dienst verlagert werden kann – in Notfällen gibt es Poollösungen mit anderen Häusern, sodass eine bestmögliche medizinischen Versorgung zu jeder Tag- und Nachtzeit gewährleistet wird“, sagt der SPÖ-Gemeinderat. Man dürfe auch nicht vergessen, dass die Gehälter der ÄrztInnen um 30 bis 40 Prozent angehoben wurden, um die durchschnittlich kürzeren Arbeitszeiten durch die neuen Arbeitszeiten auszugleichen. „Diese Abmachung wurde von Seiten des Krankenanstaltenverbundes klar erfüllt; jetzt liegt es an den ÄrztInnen, ihren Teil zu erfüllen“, stellt Wagner klar. Unser Gesundheitswesen werde deswegen ganz sicher nicht zusammenbrechen, vielmehr verbessert sich für die PatientInnen durch mehr ÄrztInnen tagsüber die medizinische Betreuung.

Daher sind für Wagner weder die Unkenrufe der Opposition,, die durch konsequentes Schlechtreden des Wiener Krankenhauswesens wohl den Weg in die Privatmedizin ebnen wollen, nachvollziehbar, noch die Streikdrohungen von Seiten der Ärztekammer. „Die Sicherheit der PatientInnen wird durch ausgeruhte und besser motivierte ÄrztInnen nicht gefährdet. Sehr wohl aber durch einen Ausstand der ÄrztInnen, die gegen kürzere Arbeitszeiten und weniger Nachtdienste protestieren“, schließt Wagner.

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