AK zu VOR-Tarifen: Härtefallregelung, Nachbesserungen, mehr Transparenz

AK Präsidenten von Wien, Niederösterreich und Burgenland fordern kunden-freundlichere Umstellung

Wien (OTS) - „Die Tarif-Reform im Verkehrsverbund Ostregion (VOR) muss nachgebessert werden“, fordern die Präsidenten der Arbeiterkammern von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Die neue Tarif-Berechnung, die außerhalb der Kernzone Wiens nicht mehr nach Tarifzonen sondern entsprechend der Fahrtstrecke den Preis berechnet, ist zwar ein Schritt in Richtung mehr Transparenz. „Es kann aber nicht sein, dass die Pendlerinnen und Pendler von einem Tag auf den anderen 100 Euro und mehr zusätzlich für die Jahreskarte zahlen müssen. Hier braucht es Härtefallregelungen“, so die AK Präsidenten Rudi Kaske (Wien), Markus Wieser (Niederösterreich) und Alfred Schreiner (Burgenland). Es gibt bei dieser Tarif-Reform PendlerInnen, die weniger zahlen als zuvor, aber auch viele, die mehr zahlen müs-sen. Dabei gibt es Preissprünge, die für die Betroffenen nicht nachvollziehbar sind. „Es kann nicht sein, dass die Menschen für vergleichbare Strecken sehr unter-schiedliche Preise zahlen müssen. Eine Tarifreform darf die Stammkundinnen und Stammkunden im öffentlichen Bahn- und Busverkehr nicht vor den Kopf stoßen“, so die AK Präsidenten. Erst im März 2016 wurden die Jahreskartenpreise im VOR um 4 bis 8 Prozent erhöht. Die neuerliche enorme Preiserhöhung durch die Tarifreform für einige PendlerInnen bringt für diese keine nennenswerten Angebotsverbesserungen und muss deshalb stärker reduziert werden“, so die AK Präsidenten. Unterm Strich hat der Verkehrsverbund Ostregion eine „aufkommensneutrale“ Tarifreform versprochen. „Wir fordern den VOR auf, in einer Bilanz der Tarifreform nach einem Jahr nachzuweisen, dass die Kundinnen und Kunden des VOR nicht doch insgesamt draufzahlen“, so die AK Präsidenten.

Es braucht Härtefallregelungen, die nicht nur zeitlich begrenzt sind:
Einige PendlerInnen zahlen über 100 Euro mehr für die Jahreskarte. Die Strecke Wiener Neustadt – Baden verteuert sich um 218 Euro, die Strecke Münchendorf – Wien bis Südtiroler Platz um 262 Euro, die Strecke Greifenstein – Tullnerfeld Bahnhof sogar um 473 Euro. Pamhagen – Eisenstadt Verteuerung von 120 Euro
Deutschkreutz – Eisenstadt ebenfalls um 120 Euro teurer.

Bisher bietet der VOR eine Deckelung der Preiserhöhung bei 120 Euro nur im ersten Jahr an. „Das ist bei weitem nicht ausreichend“, so die AK Präsidenten.

Es gibt Preissteigerungen, die nicht erklärbar sind:
Das System soll mehr Transparenz und Gerechtigkeit bringen. Aber es gibt PendlerInnen, die für vergleichbare Strecken sehr unterschiedliche Preise zahlen müssen.
So etwa die Strecken Schützen – Müllendorf oder Draßburg – Müllendorf:
Schützen – Müllendorf bisher 673 Euro, neu 418 Euro; Ersparnis 255 Euro
Draßburg – Müllendorf bisher 418 Euro, neu 673 Euro; Verlust 255 Euro

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