Lichtenecker zu Wirtschaftsbericht und -programm 2016-2017: Standort braucht konkrete Maßnahmen statt vager Überlegungen

Grüne: Österreich zum Umwelttechnikland Nummer eins machen

Wien (OTS) - "Das Bekenntnis von Kern und Mitterlehner, dass Wissenschaft und Forschung für einen guten Standort Österreich von großer Bedeutung ist, muss jetzt zu konkreten Maßnahmen führen“, fordert Ruperta Lichtenecker, Wirtschafts- und Forschungssprecherin der Grünen. „Gesamt sind die Ansagen von Kanzler und Vizekanzler bei der heutigen Präsentation des Wirtschaftsprogrammes 2016-2017 sehr vage. Ich bezweifle, dass damit das Vertrauen der Unternehmen, der KMU, der EPU und start-ups in die Standortpolitik gestärkt wird.“

"Wir brauchen konkrete Maßnahmen, um die Innovationsführerschaft in Europa zu erlangen oder die von Mitterlehner angesprochenen Green-Tech-Branche zu forcieren", betont Lichtenecker. "Ziel muss sein, Österreich zum Umwelttechnikland Nummer eins zu machen“, sagt die Grüne. Dazu braucht es einen starken Heimmarkt – samt gestärkten Rahmenbedingungen.

Sofortmaßnahmen sind die Fokussierung der Forschungsförderungen und entsprechende Schwerpunkte bei den Exportoffensiven. „Gleichzeitig braucht es dringend eine Erhöhung der Mittel für die Grundlagenforschung und der Universitäten sowie eine verstärkte Vernetzung von Wissenschaft und Klein- und Mittelständische Unternehmen als Innovationstreiber“, betont die Grüne. Der Digitale Wandel und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft birgt viele Chancen samt Herausforderungen: „Österreich braucht eine umfassende ‚Digitale Agenda 2025‘.“

Unternehmen brauchen ausgezeichnete Rahmenbedingungen. „Das bedeutet eine Vereinfachung von Verwaltung und Steuersystem, aber auch die Stärkung von Finanzierungen – insbesondere beim Risikokapital. Auch die Modernisierung der Gewerbeordnung ist weiterhin notwendig“, fordert Lichtenecker. Bei den Reformen braucht es Tempo, insbesondere bei der Ökologisierung des Steuersystems, die jedoch eine doppelte Dividende brächte: „Das Klima wird geschützt und durch die sinkenden Lohnnebenkosten werden dringend notwendige Arbeitsplätze geschaffen.“

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