Wien Museum und IWM starten im Herbst das „Vienna Humanities Festival“

Wien (OTS) - Das Wien Museum und das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) veranstalten von 23. bis 25. September 2016 erstmals das „Vienna Humanities Festival“. Rund 40 Vorträge und Diskussionen verwandeln an diesem Wochenende den östlichen Teil des Karlsplatzes in einen weiträumigen urbanen Salon. Zu Gast sind hochkarätige WissenschaftlerInnen, PublizistInnen und KünstlerInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von Geschichte und Philosophie über Kulturwissenschaften bis hin zu Architektur und Literatur. Die Premiere dieses intellektuellen Parcours steht unter dem Motto „Andernorts/Out of Place“. TeilnehmerInnen sind u.a. Barbara Coudenhove-Kalergi, Elke Delugan-Meissl, Farid Hafez, Anna Kim, Michael Landau, Oliver Marchart, Fiston Mwanza Mujila, Wolfgang Müller-Funk, Walter Pohl, Martin Pollack, Doron Rabinovic, Julya Rabinowich, Thomas Schmidinger und Susanne Scholl.

Veranstaltungsorte werden neben dem Wien Museum die TU Wien, die Karlskirche, das „brut“ und das Stadtkino sein. Der Eintritt ist frei, das Festival wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung privater wie institutioneller Sponsoren. Das Format des „Humanities Festivals“ stammt ursprünglich aus Chicago, wo es sich zum größten Event seiner Art in den USA entwickelt hat. Matti Bunzl, seit Oktober 2015 Direktor des Wien Museums, war von 2010 bis 2014 Intendant des erfolgreichen Festivals, das er nun – in Kooperation mit dem IWM – nach Wien bringt. „Was haben die führenden Intellektuellen zu den brennenden Themen unserer Zeit zu sagen? Genau darum geht es beim Vienna Humanities Festival“, so Matti Bunzl. „Es ist ein offenes, breites Angebot, bei dem man sich sein individuelles Programm zusammenstellen kann. Ein ganzes Wochenende, das im Zeichen global relevanter Fragen steht. Das diesjährige Motto hat seinen Ausgangspunkt in der aktuellen Flüchtlingskrise, geht aber über das Thema weit hinaus, um Migration als ein Fundament der Kulturgeschichte nachvollziehbar zu machen.“

Mit dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1982 als eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie ein Ort des Dialogs zwischen WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Fächern, Weltregionen und intellektuellen Traditionen versteht, hat das Wien Museum einen idealen Partner gefunden. „In Zeiten der Globalisierung stellt sich für uns alle die Frage, wo wir hingehören und was unsere Identität ausmacht“, so Shalini Randeria, die seit 2015 das Institut für die Wissenschaften vom Menschen leitet. „Das Festival soll nicht nur ein kräftiges Lebenszeichen der Geistes und Sozialwissenschaften geben, sondern auch aufzeigen, dass die grenzüberschreitende Bewegung von Menschen, Ideen und Gütern seit jeher ein zentraler Motor von Kreativität und gesellschaftlicher Entwicklung ist, auch wenn die Neuverortung nicht immer reibungslos verläuft.“

An dem Festival werden neben lokalen Größen aus Wissenschaft und Kultur auch zahlreiche international renommierte Wissenschaftler teilnehmen, die im Herbst zu Gast am IWM sein werden. Neben dem Populismusforscher Jan-Werner Müller (Princeton University), der sein neuestes Buch vorstellt, wird der im Exil lebende syrische Philosoph Sadik al-Azm über seine Erfahrungen mit Krieg und Asyl sprechen.

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