Bundesrat – Pfister: Digitaler Wandel ist keine Naturgewalt, sondern muss gestaltet werden

Digitale Kompetenzen der Beschäftigten stärken – Arbeitszeit umverteilen und in Bildung und Forschung investieren

Wien (OTS/SK) - „Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche. Sie verändert die Arbeitswelt und Arbeitsprozesse genauso wie Unternehmensstrukturen. Der digitale Wandel ist aber natürlich keine Naturgewalt, sondern kann und muss politisch gestaltet werden“, so SPÖ-Bundesrat Rene Pfister heute, Donnerstag, in der Aktuellen Stunde im Bundesrat. Ein wesentlicher Faktor, um mit der technischen Entwicklung mitzuhalten, ist die aktive Beteiligung von ArbeitnehmerInnen und deren Vertretungen bei der Gestaltung neuer Arbeitsprozesse, so Pfister. ****

Die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Beschäftigten gilt es zu meistern: „ArbeitnehmerInnen benötigen zunehmend digitale Kompetenzen, die zudem regelmäßiger Erweiterung bedürfen. Man muss daher die Möglichkeiten für Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich vorantreiben.“ Pfister warnte vor einer Polarisierung der Arbeitseinkommen und neuer Beschäftigungsformen – wie etwa „Crowdworking“ - im Zuge der Digitalisierung: „Der Geltungsbereich sozialer Normen und des arbeitsrechtlichen Schutzes muss auch auf die durch die Digitalisierung entstehenden Beschäftigungsformen ausgedehnt werden.“

Durch die Digitalisierung wird zusätzliches Potenzial für Effizienzsteigerungen geschaffen. „Mit der Gestaltung der Auswirkungen der Digitalisierung stellen sich somit verteilungspolitische Fragen. Wenn die Chancen der Digitalisierung möglichst vielen Menschen zugutekommen sollen, dann bedarf es entsprechender politischer Interventionen“, so Pfister, der Arbeitszeitverkürzung und Investitionen in Forschung und Bildung hier prioritär sieht. (Schluss) mb/pm/mp

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