Mit Ö1 durch den Sommer: „Popmuseum“, „Regional-Spezial“, „Die 40 Tage des Musa Dagh“, „gehört.vertont“ und mehr

Wien (OTS) - Zusätzlich zu den musikalischen Highlights stehen ab Juli auch wieder spezielle Sommerserien auf dem Programm von Ö1. Das Spektrum reicht von Michael Hanekes Hörspieldramatisierung von „Die 40 Tage des Musa Dagh“ über Wolfgang Kos‘ „Popmuseum“ oder eine Filmmusik-Reihe von und mit Regisseur Julian Pölsler bis zu einer Krimi-Woche und einer Philosophie-Sommervorlesung von Isolde Charim.

Statt „Cafe Sonntag“ (9.05 Uhr) gibt es ab 3. Juli die „Gedanken“. In der ersten Ausgabe mit dem Titel „Neugier ist das halbe Leben“ spricht der Autor Dietmar Grieser über das Spurensuchen und Erforschen literarischer Schauplätze. Die weiteren Sendungen: „Der springende Punkt“ – Toni Innauer über das Spannungsfeld zwischen Gelingen und Scheitern (10.7.); „Freiheit ist eine universelle Sehnsucht“ - der Autor Ilija Trojanow über den Abbau von bürgerlichen Rechten, den Verlust der persönlichen Freiheit und den Sicherheitswahn (17.7.); „Manchmal braucht es Mut, nicht den Helden zu spielen“ - René Freund über die Angst und die Lust, sich dem Leben in all seiner Widersprüchlichkeit hinzugeben (24.7.); „Mülltauchen und Wastecooking“ - Der Filmemacher und Journalist David Groß über die vielen Facetten der Wohlstandsgesellschaft (31.7.); „Der Gesang ist ein Grundnahrungsmittel“ - Betrachtungen von Juan Diego Flórez (7.8.); „Solange niemand etwas tut, tut sich nichts“ - Sibylle Hamann über ein respektvolles und engagiertes Miteinander (14.8.); „Respekt, nicht Mitleid!“ - Erich Fenninger über das Leben mit Demenz (15.8.); „Reisen ist das Zerstören von Klischees“ - die Fotografin Ligia Fonseca und der Musikproduzent Adrian Vonwiller über das Unterwegssein rund um die Welt (21.8.); „Musik ist Sprache“ - Markus Schirmer über die Kunst der Interpretation, über fließende Übergänge und Grenzüberschreitungen (28.8.) und „Hoher Wert ohne Preis“ - Armin Thurnher über den Begriff der Würde (4.9.).

Ab 3. Juli gibt es sonntags am Ö1-Quiz-Sendeplatz (13.10 Uhr) eine Neuauflage des Klassikers „Popmuseum“, präsentiert von Wolfgang Kos. In der zehnteiligen Reihe erzählt der Musikexperte und Historiker auf die ihm eigene, nicht chronologische Art die Geschichte der Popmusik. Die erste Ausgabe kommt live aus dem Wien Museum, Thema ist „Popmusik als Museumsexponat“. In den weiteren Sendungen werden etwa in Künstlerporträts Soul-Sister Aretha Franklin (17.7.) oder der Meta-Ironiker Randy Newman (14.8.) vorgestellt, Themensendungen handeln unter anderem von der musikalisch weichen und politisch harten Grenze zwischen Mexiko und den USA („South of the Border“, 10.7.), vom Jailhouse Blues („Hinter Gittern“, 24. und 31.7.) oder der Rezeption amerikanischer Musikarten in Afrika (7.8.).

Anstelle von „Digital.Leben“ (Mo.-Do., 16.55 Uhr) sendet Ö1 von 4. Juli bis 1. September „Land und Laute – Akustische Attacken aus Österreich“. In Kooperation mit der „Hörstadt Linz“ werden 35 Orte in Österreich akustisch porträtiert – vom Brenner Basistunnel in Tirol über ein Sägewerk in Sankt Marein bis zum Linzer Kepler Klinikum. Kombiniert werden die Sendungen mit einer interaktiven akustischen Landkarte, die unter http://oe1.orf.at/landundlaute abrufbar ist.

Unter dem Titel „gehört.vertont“ beschäftigt sich Drehbuchautor und Regisseur Julian Pölsler mit Sound und Musik in Filmen – die neunteilige Reihe ist ab 4. Juli am montäglichen „Tonspuren“-Termin um 21.00 Uhr zu hören (Da capo: Do., 16.00 Uhr). Der Filmemacher Julian Pölsler setzt sich berufsbedingt intensiv mit der Thematik auseinander, die Gäste seiner Sendereihe sind ebenfalls aus der Branche. Fachspezifische Plaudereien aus dem Nähkästchen der Produzent/innen bringen unter anderem folgendes zutage: Erfahrungen eines Sounddesigners, Tricks eines Geräuschemachers, Werkzeuge von Komponisten und das Berufsbild eines Stummfilmpianisten. Im Dialog mit dem Gastgeber werden individuelle Zugänge und persönliche Lieblingstitel aus den unterschiedlichsten Musik- und Filmgenres präsentiert.

Das dienstägliche „Hörspiel-Studio“ (21.00 Uhr) bringt ab 5. Juli Franz Werfels monumentalen Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ als achtteilige Sommerserie. Der vielfach preisgekrönte österreichische Filmregisseur und Drehbuchautor Michael Haneke dramatisierte dieses Werk bereits 1967 für den ORF in hochkarätiger Besetzung, unter anderem mit Paul Hoffmann, Wolfgang Stendar, Erika Pluhar, Karl Fochler und Elfriede Irrall in der Regie von Hans Krendelsberger. Franz Werfels 1933 erschienener historischer Roman basiert auf seinen umfangreichen Recherchen zum Jahr 1915, in dem das armenische Volk, einem Beschluss der osmanischen Behörden folgend, systematisch durch Deportation in die Wüste ausgerottet werden sollte. Bewegt von der brutalen Verfolgung des armenischen Volkes schrieb Werfel über das Schicksal von rund 5.000 Menschen, die sich zum Schutz auf den in der südlichen Türkei gelegenen Berg Musa Dagh zurückzogen. Historischen Tatsachen folgend beschreibt Werfel den rund 40 Tage lang andauernden Kampf der Menschen gegen die übermächtige osmanische Armee, bis ein französischer Flottenverband den Armeniern zu Hilfe kommt.

Auch heuer lenkt die Reihe „Regional-Spezial“ (am Sendeplatz des Filmmagazins „Synchron“, donnerstags, 16.40 Uhr) die Aufmerksamkeit wieder auf sommerliche Kulturaktivitäten in den Bundesländern. In acht Folgen geht es vom Besuch im Künstlerdorf Neumarkt an der Raab im Burgenland über die „Sommer.Frische.Kunst“ in Bad Gastein bis zum Vorarlberger Walserherbst. Gestartet wird am 7. Juli mit dem Tiroler Dramatikerfestival, das heuer Uraufführungen von sechs Tiroler Autor/innen bietet.

Die „Radiogeschichten – Krimiwoche“ steht in der Ö1-Literaturleiste von 11. bis 15. Juli jeweils um 11.40 Uhr auf dem Programm. Zur Einstimmung stellt „Ex libris“ (10.7., 16.00 Uhr) Krimis der Saison vor, etwa Chloe Hoopers „Der große Mann. Leben und Sterben auf Palm Island“ oder Castle Freemans „Männer mit Erfahrung“. Von zeitlosen Klassikern bis hin zu spannenden Neuerscheinungen nationaler und internationaler Krimi-Literatur erstreckt sich dann das Spektrum der „Radiogeschichten“: Auszüge aus Eric Amblers „Die Maske des Dimitrios“ sind am 11. Juni zu hören. Die weiteren Ausgaben bringen Agatha Christies „Die Schauspielerin“ (12.7.), Henning Mankells „Ein Mörder namens Wirén“ (13.7.), Pepetelas „Der staunenswürdige Jaime Bunda“ (14.7.) und „Herr Groll und kein Ende“ von Erwin Riess am 15. Juli.

„Ich und die Anderen“ lautet der Titel einer sechsteiligen Philosophie-Reihe von und mit der Wiener Philosophin Isolde Charim. Diese „Sommervorlesung“ wird im Rahmen des „Dimensionen-Magazins“ ab 15. Juli jeweils freitags um 19.05 Uhr gesendet. Isolde Charim geht verschiedenen Aspekten der Verhältnisse von „Ich und die Anderen“ nach, etwa Nation, Migration oder Religion und liefert so Material für das Denken über das Leben. Die erste Ausgabe beschäftigt sich mit „Vielfältigen Identitäten“. Diese Sommervorlesungen werden auch als Ö1 Doppel-CD erscheinen.

Klassiker des 19. und 20. Jahrhunderts in Neuausgaben sind Thema der „Ex libris“-Sommerserie „Das bewegte Leben“ von 24. Juli bis 21. August jeweils sonntags um 16.00 Uhr. In der ersten Folge werden Jack Londons „Die Reise mit der Snark“ (Mare Verlag, Übersetzung:
Alexander Pechmann) und „Jules und Jim“ von Henri-Pierre Roché (Schöffling Verlag, Übersetzung: Patricia Klobusiczky) vorgestellt. Und „Die Ö1 Talentebörse“ präsentiert von 1. August bis 2. September (Mo.-Fr., 7.55 Uhr) wieder aufstrebende Künstler/innen. Nähere Informationen zum Programm von Ö1 sind abrufbar unter http://oe1.orf.at.

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