FPÖ-Hofer: Bundeseinheitlicher Betreuungsschlüssel im Pflegebereich unabdingbar

Reformen endlich in Angriff nehmen um Pflegesystem zukunftstauglich zu machen

Wien (OTS) - „Im gestrigen Sozialausschuss wurde wiederum die Chance verpasst, einen österreichweit gültigen einheitlichen Betreuungsschlüssel für das Pflegepersonal durchzusetzen“, bedauert der freiheitliche Pflege- und Behindertensprecher und Dritte Präsident des Nationalrats Ing. Norbert Hofer, der seit Jahren auf diese Problematik aufmerksam macht und auch zahlreiche Initiativen gesetzt hat, um hier endlich zu einer befriedigenden Lösung zu kommen. Hofer: „Es ist nicht nachvollziehbar und auch nicht gerecht, dass es vom Bundesland abhängig ist, wie gut die Betreuung im Pflegeheim aufgestellt ist, wie intensiv sich die einzelnen Pflegepersonen um die einzelnen Pflegebedürftigen kümmern können und wie viel Zeit die Betreuer mit den zu Pflegenden verbringen können“.

„Leider wurde der Antrag im Sozialausschuss unter fadenscheinigen Gründen einmal mehr vertagt und das Ansinnen nicht weiterbehandelt“, bedauert Hofer, der ein Bundesgesetz für einen einheitlichen Betreuungsschlüssel im Pflegebereich für unabdingbar hält, um österreichweit einheitliche Standards zu garantieren. Es könne nicht sein, dass beispielsweise in Wien doppelt so viel Personal pro Patient zur Verfügung stehe, wie beispielsweise in Niederösterreich oder im Burgenland, nur aufgrund des von Bundesland zu Bundesland variierenden Betreuungsschlüssels. Der Vorgänger des amtierenden Sozialministers habe zuletzt noch angekündigt, einheitliche Standards im Pflegebereich implementieren zu wollen. Bis jetzt habe sein Nachfolger aber leider keinerlei Schritte in diese Richtung gesetzt.

Rund 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Österreich werden in den eigenen vier Wänden gepflegt. Laut einer aktuellen Umfrage wollen zwei Drittel der Befragten auch zu Hause gepflegt werden. Hofer: „Daher braucht es im Pflegebereich dringend eine Ausbildungsoffensive. Hier kämpfe ich seit langem für die Einführung einer Pflegelehre, ein Modell, das in der Schweiz höchst erfolgreich seit vielen Jahren gelebt wird. Auch die jährliche Valorisierung des Pflegegeldes ist überfällig, immerhin beträgt der Wertverlust seit seiner Einführung im Jahr 1993 ein gutes Drittel und dieser Trend setzt sich weiter fort. Die Herausforderungen im Bereich der Pflege und Betreuung werden in den nächsten Jahren, bedingt durch die demographische Entwicklung und sich ändernder Familienstrukturen, noch weiter ansteigen. Es ist daher höchst an der Zeit, die notwendigen Reformen endlich in Angriff zu nehmen, um unser Pflegesystem zukunftstauglich zu machen“, fordert der freiheitliche Pflegesprecher.

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