FP-Pawkowicz: 19 Millionen EURO zu viel Betriebskosten verrechnet

Gemeindebaumieter zahlen bei Betriebskosten systematisch drauf

Wien (OTS) - Schon seit Jahren praktiziert das Wiener Wohnbauressort die fragwürdige Praxis, zuerst zu hohe Betriebskosten zu kassieren, um diese dann jährlich im Juni als „Jubelmeldung“ den Mietern zurück zu überweisen, kritisiert der Wiener FPÖ-Bautensprecher LAbg. Alexander Pawkowicz die heutige Pressemeldung aus dem Wohnbauressort.

Heuer sind es demnach sogar 83% aller Gemeindebaumieter, die während des ganzen Jahres durchschnittlich 107 Euro zu viel bezahlt haben, so Pawkowicz. In Summe haben die Mieterinnen und Mieter in den Gemeindebauten damit fast 19 Millionen Euro an zinsfreien Darlehen an die Stadt vorausbezahlt, stellt Pawkowicz fest.

Das Wohnbauressort begründet diese Belastung in seiner heutigen Pressemeldung mit „Vorsorge für alle Eventualitäten, die bei der Verwaltung eines Wohnhauses auftreten können.“

Keine Umsicht, sondern systematische Fehlverrechnung

„Was hier geschieht ist jedoch keine Umsicht, sondern eine systematische Fehlverrechnung zu Lasten der Mieterinnen und Mieter“, hält Pawkowicz fest. Denn sowohl die Anzahl der „Guthaben“, wie auch die Anzahl der betroffenen Mieter ist seit Jahren fast unverändert. Erkennbar wird diese systematische Mehrverrechnung beim Nachlesen der seit Jahren gleichlautenden Pressemeldungen aus dem Wohnbauressort, beispielsweise OTS 101 vom 30.06.2015, OTS 097 vom 26.06.2014, OTS 071 vom 23.06.2013, OTS 060 vom 07.06.2012, OTS 235 16.06.2011, OTS 041 vom 20.06.2010, und so weiter und so fort.

Auf der Strecke bleiben bei dieser fragwürdigen Praxis insbesondere jene Menschen, die nur über sehr geringe Einkommen verfügen, meint Pawkowicz, und ergänzt: „Was nützt es denn einem Bezieher der Mindestsicherung, jedes Jahr ‚Geld zurück‘ zu bekommen, wenn er sich diesen Vorschuss vorher von der Hand absparen muss.“

„Jeder private Hausverwalter würde für so eine Praxis wohl gekündigt werden“, meint Pawkowicz, und fordert Stadtrat Ludwig abschließend auf, für eine tatsächlich „umsichtige“ Verwaltung im Wohnbauressort zu sorgen. (Schluss)

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