Aslan zu Inkassobüros: Gebühr darf maximal 10 Prozent der Forderung ausmachen

Grüne: Not der Betroffenen darf nicht schamlos ausgenutzt werden

Wien (OTS) - „Zinsen und Inkassokosten übersteigen die ursprüngliche Schuld manchmal um ein Vielfaches. In einem konkreten Beispielfall hat sich die Schuld durch Zinsen und Gebühren versechzigfacht“, sagt Berîvan Aslan, KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen. Die Schuldenberatungen-Dachorganisation ASB hat gestern, Dienstag, in einer Aussendung auf den Fall aufmerksam gemacht.

„Hier wird versucht, aus der Not der Betroffenen noch ordentlich Profit zu schlagen. Die SchuldnerInnen werden durch Inkassobüros mit teilweise absurd hohen Gebühren belastet. Es wird bewusst damit spekuliert, dass den SchuldnerInnen die Kraft und das Know-How fehlen, sich gegen ungerechtfertigte Gebühren zu wehren“, erläutert Aslan.

„Die rechtlichen Gebührenregelungen sind intransparent und bieten für die Betroffenen kaum Schutz“, sagt Aslan. Die Grünen nehmen den heutigen Konsumentenschutzausschuss des Nationalrats daher zum Anlass, um ihren Antrag auf Pauschalierung der Inkassogebühren auf maximal zehn Prozent der ausstehenden Forderung, sowie ihren Antrag auf das Verbot der Verrechnung von verjährten Zinsen durch Inkassobüros zur Verhandlung zu stellen.

„Beide Anträge beinhalten dringend notwendige Schritte zur Bekämpfung der Kosten- und Zinsexplosion. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Bundesminister Stöger im heutigen Ausschuss einen Partner für diese wichtigen Anliegen finden können. Nicht zuletzt aufgrund der langjährigen Wirtschaftskrise herrscht mittlerweile ein akuter gesetzgeberischer Handlungsbedarf. Das sollte uns allen bewusst sein“, appelliert Aslan insbesondere an die Regierungsfraktionen.

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