Internationale Studie: Diskriminierung aufgrund von Schuppenflechte

Wien (OTS) -

  • Größte Patientenbefragung bisher zu Psoriasis mit 8.300 Betroffenen aus 31 Ländern
  • 87 % der betroffenen Österreicher/innen erleben Diskriminierung
  • Fast die Hälfte der Patienten ist im Berufsleben eingeschränkt – Arbeitsausfälle in Österreich aber geringer als im internationalen Schnitt
  • Mangelndes Wissen bei Betroffenen und der Allgemeinheit

Rund 250.000 Österreicher/innen leiden an Psoriasis (Schuppenflechte), einer immunvermittelten Hautkrankheit.1 Eine aktuelle Patient/innen-Studie2 zu Psoriasis zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Betroffenen in Österreich – 87 % – Diskriminierung und Demütigung aufgrund ihrer Hauterkrankung erlitten haben. Knapp die Hälfte sieht sich im Berufsleben beeinträchtigt. Positiv: Beinahe zwei Drittel (63 %) sind mit der Behandlung durch ihren Arzt zufrieden und es kommt zu weit weniger Arbeitsausfällen als im internationalen Vergleich. Doch gibt es massive Informationsdefizite: 85 % kennen den Index nicht, der zur Ermittlung des Schweregrades von Psoriasis herangezogen wird.2, 3 Die seit Juni in ganz Österreich laufende Informationskampagne von Novartis Pharma mit Unterstützung durch pso austria soll helfen, diese Informationsdefizite abzubauen.

Psoriasis (auch: Schuppenflechte) ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Ursache ist eine Fehlsteuerung im Immunsystem, die zu einer beschleunigten Hauterneuerung führt. Mit etwa 80 % leidet die Mehrheit der Betroffenen unter einer Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris). Diese verursacht Rötungen sowie Schmerzen und Juckreiz auf der Haut. Psoriasis ist nicht heilbar, aber auch nicht ansteckend, und mit den passenden Therapiemethoden meist gut behandelbar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im aktuellen "Global report on psoriasis" die Schuppenflechte als schwerwiegendes Problem mit rund 100 Millionen betroffenen Menschen weltweit eingestuft.1, 4

Das Meinungsforschungsinstitut GfK (Schweiz) hat nun im Auftrag von Novartis im Rahmen einer internationalen Patient/innen-Studie2 erhoben, welche Auswirkungen die Hautkrankheit auf den Alltag, und welche Bedeutung fast oder vollständig erscheinungsfreie Haut für die Betroffenen hat. Weltweit wurden dazu mehr als 8.300 an Psoriasis erkrankte Menschen befragt. Die Ergebnisse der Umfrage für Österreich weichen zum Teil deutlich vom internationalen Trend ab – positiv wie negativ.2

Österreicher sind schlechter informiert, aber zufriedener mit der Behandlung

Lediglich 15 % der Befragten in Österreich wissen, was ein PASI-Score ist – jener Index, mit dem der Schweregrad der Erkrankung bestimmt wird.2, 3 International ist das Wissen darüber fast doppelt so hoch: auch das ist kein zufriedenstellender Wert. Dafür zeigen sich nur 13 % der Österreicher/innen unzufrieden mit ihrer Behandlung, 63 % sind zufrieden (global: 20 % / 56 %).2

Das Ziel einer fast oder vollständig erscheinungsfreien Haut führt über den Hautarzt

Die Folgen von Psoriasis – deutliche Rötungen und silbrige Schuppung – sind in der Regel für Außenstehende gut sichtbar.1 Ein wesentliches Ziel für die Patient/innen ist daher das Erlangen einer fast oder vollständig erscheinungsfreien Haut. Allerdings geben 27 % der Österreicher/innen an, nicht mit ihrem Arzt darüber gesprochen zu haben (global: 17 %), weitere 10 % fühlen sich dabei unwohl. Die Konsequenz: Die Zeit, bis fast oder vollständig erscheinungsfreie Haut erlangt wird, ist bei österreichischen Betroffenen weitaus höher als im internationalen Vergleich. Während 28 % aller Befragten angeben, bereits in weniger als einem Jahr fast oder vollständig erscheinungsfreie Haut erlangt zu haben, sind es in Österreich nur 15 %. Umgekehrt das Ergebnis bei längeren Behandlungszeiträumen: 43 % der Österreicher/innen geben an, mehr als fünf Jahre gebraucht zu haben, während es global lediglich 28 % sind.2 Das Fazit von Dr. Wolfgang Bonitz, Medical Director Novartis Österreich: "Die Ergebnisse zeigen, dass in Österreich Nachholbedarf besteht, vor allem auch im Hinblick auf besser informierte Patienten. In jedem Fall hoffen wir, mit unserer aktuellen Aufklärungskampagne einen Beitrag zu leisten, dass sich die Situation für österreichische Betroffene bessert."

Ein wesentlicher Eckpfeiler der Kampagne ist daher das Informationsportal www.zeighaut.at, das seit dem Start Anfang Juni bereits mehr als 12.000 mal besucht wurde. Interessierte finden dort nicht nur wesentliche Informationen über die Krankheit selbst, sondern auch Leitfäden für die Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Arzt sowie eine Liste der nächstgelegenen Hautärzte.

Psoriasis beeinträchtigt das Berufsleben der Betroffenen

Die Erkrankung stellt nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen dar, sondern auch eine hohe volkswirtschaftliche Belastung durch Arbeitsausfälle aufgrund eines Psoriasis-Schubes bis hin zu Arbeitsunfähigkeit.3 Die Umfrageergebnisse für Österreich zeigten, dass sich knapp die Hälfte (44 %) im Berufsleben durch die Krankheit beeinträchtig sieht. Rund ein Viertel (26 % / global: 41 %) hatte in den letzten sechs Monaten wegen ihrer Psoriasis mindestens einen arbeitsfreien Tag.2 Dr. Christine Buchebner, Research Manager bei Gfk Austria: "Im internationalen Vergleich zeigt Österreich hier zwar bessere Werte, dennoch kann man nicht von einem Erfolg sprechen. Besonders Besorgnis erregend ist, dass Arbeitsplatzängste mit dieser Krankheit verbunden sind: Jede/r zehnte Psoriatiker/in (12 % / global: 18 %) hat Angst, seinen/ihren Arbeitsplatz deswegen zu verlieren, 5 % (global: 11 %) mussten ihren Job wegen der Krankheit aufgeben."

Wissensdefizite verstärken die Diskriminierung

Erschreckend ist, dass hierzulande mehr als die Hälfte (53 % / global: 45 %) bereits gefragt wurde, ob die Krankheit ansteckend sei. Dieses und anderes Verhalten wie Anstarren in der Öffentlichkeit bis hin zur Weigerung vom Friseur die Haare zu schneiden und Mobbing verstärkt die Diskriminierung der Betroffenen.2 Bonitz: "Die Umfrage bestätigt den Aufruf der WHO nach mehr Aufklärung und belegt die Unwissenheit und bestehende Vorurteile mit konkreten Zahlen. Mit unserer Kampagne 'Zeigen Sie wieder Haut!' wollen wir unseren Teil dazu beitragen."

Download Studie: http://skintolivein.at/psoriasis-umfrage

Über Novartis

Die österreichische Novartis Gruppe ist das größte Pharmaunternehmen des Landes und gliedert sich in die Geschäftsbereiche innovative Medikamente (Pharmaceuticals), Generika (Sandoz) und Augenheilkunde (Alcon). Mit rund 100 laufenden klinischen Studien investiert Novartis stark in den Wissenschaftsstandort Österreich. Etwa 800 Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung arbeiten täglich daran, mit wissenschaftlich fundierten Innovationen Krankheiten zu lindern und zu heilen. Unsere therapeutischen Schwerpunkte liegen unter anderem auf den Bereichen Kardiologie, Onkologie, Neurologie, Dermatologie und Pulmologie. Novartis ist an vier Standorten in Österreich vertreten. In Wien, Kundl, Schaftenau und Unterach am Attersee sind rund 5.000 Mitarbeiter tätig und setzen sich dafür ein, die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Am Tiroler Standort Kundl befindet sich der größte Entwicklungs- und Produktionsstandort der globalen Sandoz-Gruppe für Antibiotika und Biopharmazeutika. Am zweiten Tiroler Standort Schaftenau (Gemeinde Langkampfen) werden mittels Zellkultur-Technologie moderne Biosimilars und Hormone hergestellt. Auch der oberösterreichische Standort Unterach am Attersee ist als Kompetenzzentrum für injizierbare generische Onkologiemedikamente von globaler Bedeutung.

Weitere Informationen zum Unternehmen in Österreich finden Sie unter www.novartis.at.

Referenzen:

1 www.gesundheit.gv.at Psoriasis https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/psoriasis.htm, letzter Zugriff 27.06.2016

2 GfK-Patientenstudie im Auftrag von Novartis, "Clear about Psoriasis" – an Online Global Patient Study April 2016, Probenanzahl gesamt: n=8.338 / Länderbericht Österreich Mai 2016, Probengröße Österreich: n=136; www.skintolivein.at/psoriasis-umfrage, letzter Zugriff 27.06.2016

3 Nast A et al. J Dtsch Dermatol Ges. 2011 Jun;9 Suppl 2:S1-104

4 "Global report on psoriasis", http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/204417/1/9789241565189_eng.pdf, letzter Zugriff 27.06.2016.

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