ÖAMTC-Ausblick auf den Sommerreiseverkehr

Lange Grenzwartezeiten sind einzuplanen

Wien (OTS) - Am Samstag beginnen in Wien, dem Burgenland und Niederösterreich die Sommerferien. Restösterreich, Teile der Niederlande und das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland, Nordrhein-Westfalen, folgen am 9. Juli. Das ist der Auftakt in den heurigen Stausommer. Der ÖAMTC rechnet mit deutlich mehr Staus als im Vorjahr, da heuer nicht nur Engstellen und Veranstaltungen die Reisekolonnen einbremsen werden, sondern zusätzlich mit langen Grenzwartezeiten zu rechnen ist.

Grenzwartezeiten – Staudaten aus dem benachbarten Ausland

„Die Auswirkung der Grenzkontrollen auf den Reiseverkehr wird das zentrale Thema der heurigen Reisesaison“, bringt es ÖAMTC-Verkehrsexperte Alfred Obermayr auf den Punkt. „Wir rechnen mit Staus auf der A4 vor Nickelsdorf, im Rückreiseverkehr nach Deutschland werden an den Übergängen Walserberg (A1), Kufstein-Kiefersfelden (A12) sowie bei Suben (A8) beträchtliche Wartezeiten entstehen“. Zudem sollten sich Urlauber darauf einstellen, dass auch an weiteren Grenzen, etwa am Brenner (A13) oder beim Karawanken Tunnel (A11) kontrolliert werden könnte, womit diese - ohnehin als Stau-Hotspots geltenden - Verbindungen noch stärker belastet würden, führt Obermayr weiter aus.

Angesichts der befürchteten Wartezeiten bei der Einreise nach Österreich arbeitet der ÖAMTC daran, Staumeldungen aus den Nachbarländern in die Services des Clubs zu integrieren. So sollen im Sommer Wartezeiten an den ungarischen Grenzen zu Österreich, aber auch die Verkehrslage in Südtirol und Slowenien verfügbar sein. Abrufbar sind die Daten dann im ÖAMTC-Routenplaner (www.oeamtc.at/routenplaner) und in der ÖAMTC-App (www.oeamtc.at/app).

Einröhrige Tunnels und Baustellen als Engstellen

Wie jeden Sommer werden auch heuer wieder Engstellen auf den Transitrouten zur Geduldsprobe für die Reisenden. Gegenverkehrsbereiche, in denen schon ein defektes Fahrzeug reicht, um kilometerlange Staus auszulösen, gibt es auf zahlreichen Hauptverbindungen. Im Folgenden die wichtigsten Staupunkte:

A1, West Autobahn, Baustellenbereich bei Pöchlarn
A2, Süd Autobahn, Baustellen zwischen Wiener Neustadt und Grimmenstein, Ilz-Fürstenfeld und Gleisdorf, Mooskirchen und Lieboch sowie Unterwald und Steinberg
A4, Ost Autobahn, Baustellenbereich zwischen Gols-Weiden und Nickelsdorf
A9, Pyhrn Autobahn, Bereich Tunnelkette Klaus, Gleinalm Tunnel
A10, Tauern Autobahn, Baustellenbereich zwischen Pongau und Lammertal und vor der Mautstelle St. Michael
A11, Karawanken Autobahn, vor dem Karawanken Tunnel
A13, Brenner Autobahn, zwischen Mautstelle Schönberg und Brennerpass und weiter auf Südtiroler Seite bis Sterzing-Brixen (A22)
A23, Südost Tangente, Richtung Norden, ab Knoten Prater (ab 2. Juli-Wochenende)
S2, Wiener Nordrand Schnellstraße, Richtung Süden, ab Hermann-Gebauer-Straße (ab 2. Juli-Wochenende)
S6, Semmering Schnellstraße, vier Baustellen (Bereich Maria Schutz, Mürzzuschlag bis Langenwang, Tunnelkette Bruck und Höhe Leoben) B7, Brünner Straße, Großraum Poysdorf
B179, Fernpass Straße, zwischen Füssen und Nassereith

Positives gibt es von der Tauern Autobahn in Kärnten zu berichten:
„Die Sanierung des Kroislerwand Tunnels ist abgeschlossen, die des Oswaldiberg Tunnels bis zum Herbst ausgesetzt. Somit sind zwei empfindliche Engstellen im Sommer entschärft.“

Die heißesten Stau-Wochenenden

„Nach einem verhaltenen Beginn startet mit dem zweiten Urlauberschwung aus Nordrhein-Westfalen am dritten Juli-Wochenende die große Stauwelle im Sommerreiseverkehr“, prognostiziert Obermayr. Ab dann wird es kein Wochenende ohne Stau geben. Besonders heftig wird das Wochenende von 30. und 31. Juli, wenn in Bayern und Baden-Württemberg die Ferien beginnen, gleichzeitig aber auch bereits die ersten Urlauber die Heimreise antreten.

Im Rückreiseverkehr wird es am zweiten und dritten August-Wochenende so richtig eng, wenn zunächst Nordrhein-Westfalener und dann u.a. Tschechen, Holländer und Polen aus dem Urlaub zurückkommen. Im Osten Österreich enden die Ferien am ersten September-Wochenende, womit besonders an den Stadteinfahrten Wiens und auf der Tangente (A23) mit Staus zu rechnen ist. Mit Ferienende in Westösterreich, Bayern und Baden-Württemberg ist am Wochenende von 10. und 11. September mit einem letzten Aufflackern der Reisewelle zu rechnen.

Großveranstaltungen

Auch einige Veranstaltungen werden, zumindest punktuell, für Verzögerungen und Staus sorgen: Am ersten Juli-Wochenende steht in Spielberg die Formel 1 auf dem Programm. „Die Baustelle auf der S36 zwischen Feistritz und St. Lorenzen wird hierfür zwar geräumt, ohne Verzögerungen wird es aber dennoch nicht abgehen“, schätzt der ÖAMTC-Experte die Situation ein. Ähnlich stauträchtig wird es am 2. und 3. August auf den Strecken nach Zeltweg, wenn die Air Power über die Bühne geht, sowie am 12. bis 14. August beim Moto GP in Spielberg. Neben der Murtal Schnellstraße werden jeweils auch die Obdacher und die Friesacher Straße (B78/B317) betroffen sein.

Ebenfalls gleich zu Beginn der Ferien wird die Österreich Radrundfahrt ausgetragen. Der Prolog am Samstag, 2.Juli, erfolgt am Kitzbüheler Horn. Über Innsbruck, Salzburg, kärntner und oberösterreichische Seen, des Mostviertel, Graz und der steirisch-burgenländische Thermengegend geht es schließlich zur Zielankunft am Kahlenberg in Wien am Sonntag, 9.Juli.

Bei den großen Musik-Festivals, dem Electric Love am Salzburgring (7.-9.Juli.), dem Lake Festival im Bereich Schwarzlsee (28.-30.Juli) und dem Frequency in St.Pölten (18.-20.August) wird es an den An- und Abreisetagen zu Verzögerungen im regionalen Umkreis kommen.

Die Ost Autobahn (A4) wird am 23. und 24. Juli wegen des Grand Prix von Ungarn überlastet sein. Italienische Formel1-Fans werden auf der Route über den Grenzübergang Heiligenkreuz für Verzögerungen sorgen.

Die Bregenzer Festspiele, die von 20. Juli bis 21. August stattfinden, werden an praktisch allen Wochenenden zu Verzögerungen vor dem Pfänder- und City Tunnel auf der Rheintal Autobahn (A14), aber auch auf der L190 (Vorarlberger Straße) und der L202 (Schweizer Straße) führen.

Einen Überblick über die stärksten Reisewochenenden und die jeweils betroffenen Strecken kann man sich bei der Vorbereitung der Urlaubsreise unter www.oeamtc.at/staukalender verschaffen.

Stauberater, Stauflieger und Kooperation mit ADAC

„Es liegt in der Natur von Polizeikontrollen, dass sie nicht angekündigt werden. Umso wichtiger wird in diesem Sommer die Informationslage über das aktuelle Verkehrsgeschehen“, wirft ÖAMTC-Stauberater Herbert Thaler einen Ausblick auf die Urlaubszeit. Der Stauberater wird wie sein deutscher Kollege mit dem Motorrad auf den Transitstrecken unterwegs sein. Damit bilden die Stauberater einen wichtigen Teil des ÖAMTC-Urlaubsservices. Auch der ADAC-Stauflieger steigt heuer wieder auf, um die Reiseströme von oben zu beobachten. Alle wichtigen Informationen rund um Ferienreisen hat der Club unter www.oeamtc.at/urlaubsservice zusammengefasst.

AVISO an die Redaktionen:
Staugrafik unter:
http://www.oeamtc.at/media/download/2016.06.28/14671220684833.pdf
Fotos der Stauberater von ADAC und ÖAMTC auf Anfrage
Interviews mit Stauberater und Piloten des ADAC-Staufliegers auf Anfrage

Schluss
Kner/Obermayr

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