ÖH kritisiert Kürzung der Mindestsicherung und Vergleich mit Studierenden

Verweigerte Hilfeleistung unmenschlich und undurchdacht

Wien (OTS) - Die Kürzung der Mindestsicherung für Menschen die in Österreich Asyl haben ist nicht nur ein menschenfeindlicher Akt, sondern zeigt zugleich die Kurzsichtigkeit auf, mit der Politik gemacht wird. „Studierende werden als Rechtfertigung für unterlassene Hilfeleistungen missbraucht. Die Situation von Geflüchteten und Studierenden hier zu vergleichen ist nicht sinnvoll und undurchdacht“, ist Marie Fleischhacker vom Vorsitzteam der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) empört.

24 Prozent der Studierenden sind, wie kürzlich die Studierenden Solzialerhebung gezeigt hat, armutsgefährdet. Diese Situation ist alarmierend und so untragbar, man muss dabei aber bedenken, dass sie, im Vergleich zu vielen Geflüchteten mit Asylstatus, eine hoffnungsfrohe Zukunftsperspektive zulässt. Die Basis für zukünftige soziale Probleme wird hier mit der finanziellen Aushungerung der Ärmsten der Armen gelegt.

„Bei Studierendenarmut handelt es sich oft um zeitlich begrenzte Armut die aufgrund der genossenen Bildung überwunden werden kann. Zudem werden viele Studierende von ihrem sozialen Umfeld unterstützt, oder haben zumindest ein Auffangnetz für den Notfall, was bei Geflüchteten selten der Fall ist. Mit dem Vergleich werden ohnehin sozial schwache Personengruppen gegeneinander ausgespielt, ohne Rücksichtnahme auf die steigende gesellschaftliche Ungleichheit. Der Vergleich vom zuständigen Minister Reinhold Mitterlehner ist also vollkommen fehl am Platz! “, erklärt Fleischhacker.

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