Wiener Rechnungsabschluss 2015: Wien ist und bleibt Umweltmusterstadt!

Weltweit höchste Lebensqualität als Produkt konsequenter Arbeit und Investitionen in Infrastruktur und Grünräume

Wien (OTS/SPW-K) - Zum 7. Mal in Folge wurde Wien dieses Jahr die weltweit höchste Lebensqualität attestiert. „Das ist kein Zufall, sondern harte und konsequente Arbeit in vielen Bereichen, vor allem auch in jenen von Infrastruktur und Grünraum“, so Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke.
Der vorliegende Rechnungsabschluss 2015 zeigt eindrucksvoll die breite Palette der Maßnahmen, die im Vorjahr im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gesetzt wurden. „Ich bin stolz auf die Arbeit meines großen Teams. Es sorgt das ganze Jahr dafür, dass in Wien alles so perfekt funktioniert – von der Trinkwasserversorgung, über die Abwasserentsorgung, die Müllentsorgung, die vielen Grünflächen oder der Tierschutz, um nur einige Bereiche zu nennen, die so wesentlich für Wiens Lebensqualität sind." Die Herausforderungen seien enorm, so Sima: „Es gilt, für die wachsende Stadt das hohe Niveau auch für die nächsten Generationen zu sichern und ich danke allen, die konstruktiv an dieser Aufgabe mitarbeiten.“

Bestes Hochquellenwasser für alle=

Im Rahmen der Gürteloffensive wurden im Jahr 2015 Versorgungsstränge am inneren Gürtel auf einer Länge von 800 m erneuert, der Großteil der Arbeiten wurde im modernen unterirdischer Bauweise ausgeführt, um die Auswirkungen auf die Umgebung zu minimieren. Jährlich investiert die Stadt Wien rund 50 Mio. in die Rohrnetzsanierung und Erneuerung der Anlagen zur Versorgung mit quellfrischem Wasser.

Ein bedeutendes Großprojekt der MA 31-Wiener Wasser im Vorjahr war der Neubrucker Lehenstollens an der II. Wiener Hochquellenleitung, dessen Neubau aufgrund von Hangbewegungen notwendig wurde. Täglich strömen nun nach Fertigstellung des ca. 1,1 km langen Tunnels rund 217.000 m³ Wasser nach Wien und versorgen die Wienerinnen und Wiener mit quellfrischem Wasser aus den Bergen. Die Gesamtbaukosten für dieses Mega-Projekt betragen 11,5 Millionen Euro.

Kanal – Abwasserentsorgung auf höchstem Niveau=

Mit dem Speicherbecken Simmering, dem letzten Lückenschluss in Europas modernstem Abwasser-System, wurde letztes Jahr eines der spektakulärsten Umweltprojekte in Simmering fertiggestellt. Das „Dach“ des gigantischen unterirdischen Wasserbehälters bildet ein neuer, moderner Sportplatz. Das unterirdische Speicherbecken fasst 28,5 Millionen Liter Abwasser. Das entspricht 200.000 vollen Badewannen. Gemeinsam mit zwei leistungsstarken Transportkanälen steht sogar eine Auffangkapazität von mehr als 34 Millionen Liter Wasser zur Verfügung, die im Bedarfsfall zurückgehalten und bei Nachlassen der Niederschläge kontrolliert an die ebswien hauptkläranlage weitergeleitet werden können. Die Errichtung der Speicherkette ist die Reaktion auf die auch in Wien immer spürbar werdender Auswirkungen des globalen Klimawandels. Investiert wurden 30 Mio. Euro.

Abfallvermeidung und Re-Use=

Neben Abfallentsorgung auf höchsten Umweltstandards ist für die Stadt Wien die Vermeidung von Abfällen zentrales Credo. Mit dem August 2015 eröffneten 48-erTandler, einem modernen Altwarenmarkt im 5. Bezirk ist man diesem Ansinnen ein großes Stück näher gekommen. So werden dort auf einer Fläche von 900 m2 intakte Altwaren zu günstigen Preisen weiterverkauft. Gesammelt werden die Altwaren auf den Mistplätzen. Durch die Weiterverwendung wird die Umwelt entscheidend entlastet, der Tandler ist zur Re-use-Drehscheibe Wiens geworden.

Das TierQuarTier Wien – Europas modernstes Tierschutzkompetenzzentrum=

Mit der Eröffnung des TierQuarTier Wiens hat die Stadt Wien die Tierversorgung auf völlig neue Beine gestellt. Über 2100 entlaufene, herrenlose und beschlagnahmte Hunde, Katzen und Kleintiere wurden bisher vermittelt. Die Tiere werden auf höchsten Standards versorgt, kooperiert wird auch mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Übernommen wurde von der MA 60 im Vorjahr die Tierrettung, dies garantiert bestmögliche Versorgung kranker Hunde, Katzen und Kleintiere.

Wohnzimmer im Freien – Grünräume für die nächsten Generationen=

"Unsere Aufgabe ist es, den WienerInnen ein lebenswertes Umfeld zu ermöglichen. Mit dem entsprechenden Wohnraum, den so wichtigen Arbeitsplätzen und der notwendigen sozialen und technischen Infrastruktur. Dabei spielt natürlich auch der ausreichende Grünraum eine wichtige Rolle", spricht SP-Gemeinderätin Kathrin Gaal die hohe Lebensqualität in der Stadt an.

Im letzten Jahr wurden wieder zahlreiche Parks geschaffen. So etwa konnte in Ottakring der Grünzug Wattgasse realisiert werden: Im Zuge der Errichtung einer Wohnsammelgarage wurde dabei ein Grünzug vom Schuhmeierplatz bis hin zur Familienkirche umgesetzt, der Familienplatz selber wurde erneuert, der Ballspielkäftig erneuert, moderne Spielgeräte angeschafft. Moderne Sitzflächen laden zum Verweilen ein. Unter Einbeziehung der Anliegen der AnrainerInnen wurde der Sachsenpark im 20. Bezirk erneuert, neue Spielgeräte aufgestellt und moderne Staudenbeete realisiert. Im 15. Bezirk wurde eine 2000m 2 große Jugendaktiv-Zone im Bereich Linke Wienzeile und Gaudenzdorfer Gürtel errichtet. Sie zeichnet sich durch einen mit Flutlicht versehenen Ballspielkäfig und einem Spielfeld für Volleyball und Basketball aus. Auch Tischtennisplätze und eine Boulderwand erfreuen die jungen BesucherInnen.

Mit mehr als 8 Hektar Park bietet die Seestadt ihren BewohnerInnen von Beginn an ein ausgezeichnetes Angebot an Grünflächen. Nach dem Hannah-Arendt-Park, der bereits im Mai eröffnet wurde, kamen im Juli der Yella-Hertzka-Park und der Seepark dazu. Damit wurde auch der namensgebende See öffentlich zugänglich.
In den Außenbezirken entstanden zudem großflächige Erholungsräume, so wurde der Norbert-Scheed-Wald weiter ausgebaut und mit dem Kirschblütenpark eine 3 ha große Anlage geschaffen. Insgesamt wurde 2015 eine Fläche von 2 ha mit 16 000 Bäumen und Sträuchern aufgeforstet. Als Favoritner Mandatarin liegt Gaal die kurz bevorstehende Eröffnung des Helmut Zilk Parks ganz besonders am Herzen: "Viele tausende Menschen, die im Sonnwendviertel ihr neues Zuhause gefunden haben, können bald den 7 Hektar großen Park inklusive dem neuen Motorikpark genießen."

"50 Prozent Grünraum und 20 Prozent Waldanteil in Wien sind genauso wenig selbstverständlich, wie der Wienerwald oder der Nationalpark Donau Auen, die vielen Tieren und Pflanzen eine sicheren Lebensraum bieten", so Gaal und betont: "Wenn man von der MA42 spricht bedeutet das die Betreuung und Pflege von 17,1 Mio. Quadratmetern Grünflächen, 1.016 Parkanlagen mit 114.748 Bäumen, 230.000 Frühjahrsblumen, 750.000 Sommerblumen, 288 Ballspielplätzen und 268 Kleinkinderspielplätzen. Und es ist ein Aufwand, der sich lohnt. Denn die Grünräume sind wichtige Erholungsgebiete für die Menschen, dienen dem Stadtklima und dem Wohlbefinden. Das ist pure Lebensqualität."

ÖkobusinessPlan Wien - ein Erfolgsmodell =

Das Erfolgsmodell ÖkobusinessPlan Wien wurde im letzten Jahr weiterentwickelt, die Förderstruktur vereinfacht, das Angebot erweitert. Die Bilanz des Beratungssystems durch die MA 22 ist beeindruckend: 1.185 Betriebe haben seit 1998 am Programm teilgenommen und insgesamt 135,9 Millionen Euro Betriebskosten eingespart. Gemeinsam haben die knapp 1.200 dazu beigetragen, dass unter anderem 1,41 TWh Energie eingespart wurden – eine Menge, mit der man mehr als die Hälfte der Wiener Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgen könnte. Das eingesparte Trinkwasser, rund 2,7 Millionen m³, würde die Alte Donau zu 70 % füllen und mit den vermiedenen 400.000 t CO2 könnten mehr als 67.000 Heißluftballons zum Steigen gebracht werden.

"Nicht zu vergessen darf man die primären Ziele der MA22. Das Umweltbewusstsein zu fördern sind die besten Voraussetzungen um einen nachhaltigen Umweltschutz zu gewährleisten", ist Gaal überzeugt.

SP-Gemeinderätin Waltraud Karner-Kremser ergänzt: „Wir kaufen Lebensmittel in einer Gesellschaft, die übersättigt ist. Die Menschen werfen frisch verpackte Lebensmittel weg. Mit einer gezielten Kampagne will das Ressort das Bewusstsein schaffen, Lebensmittel richtig zu verwerten.“
Ein Großteil der Arbeit fließt, so Karner-Kremser, in die Bewusstseinsbildung. „Und das ist auch gut so“, unterstreicht die SP-Gemeinderätin. Sie ist überzeugt davon, dass die Aufklärungsarbeit, die schon bei den ganz Kleinen in den Schulen und Horten ansetzt, wichtig und notwendig ist. Konkrete Veranstaltungen, wie der 'Bienentag' oder der 'Danube Day', sollen das Bewusstsein für den Lebensraum verstärken. Dazu Karner-Kremser: „Mit dem Tandlermarkt der MA 48 ist eine herausragende Maßnahme entstanden, aus alten Gebrauchsgegenständen neue Sammlerstücke zu machen. So geht Wiederverwertung. Umso unverständlicher ist, wie die FPÖ auch hier wieder mit den Fingern deutet und alles schlechtreden möchte.“

Wettengesetz zum Schutz von Jugendlichen und Spielern =

In Kooperation mit vielen ExpertInnen wurde im letzten Jahr ein modernes Wettengesetz verfasst, das auf starken Jugend- und Spielerschutz abzielt. Die Eckpunkte des neuen Gesetzes, das seit März 2016 in Kraft ist:

  • Strengere Voraussetzungen für Betreiber (Bonitätsauskunft, Strafregisterauszug, Wettreglement, Warnsystem)
  • Bei Einzelaufstellungen (zB in Tankstellen und Gastronomiebetrieben) strengere Regelung: max. Wett-Einsatz 50 Euro, keine Wertkarten
  • Gutachten erforderlich, dass Gerät dem Gesetz entspricht
  • Strenger Jugendschutz: Wetten erst ab 18 Jahren
  • Ausweispflicht
  • Selbstsperre möglich
  • Betreiber müssen Mitarbeiter im Umgang mit Spiel- und Wettsucht schulen
  • Lizenzentzug wenn Glückspiel betrieben wird
  • Bei zweimaligem Übertreten des neuen Gesetzes oder des Jugendschutzgesetzes erlischt die Genehmigung
  • Livewetten sind nur mehr auf End- und Zwischenergebnisse erlaubt. (zB beim Fußball nur Halbzeitstand und Endstand) „Betrugsanfällige“ Wetten wie etwa: Wann ist die nächste gelbe Karte, Eckball etc. nicht mehr möglich.
  • Wetten auf aufgezeichnete Sportereignisse sind verboten
  • Maßnahmen zur Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung

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