FP-Kasal: Hunderttausende Wiener von leistbarem Wohnraum ausgeschlossen

Wohnticket für Wiener als unüberwindbare Hürde zu sozialem Wohnraum

Wien (OTS) - „Da gibt es nichts zu bejubeln“, zeigt sich Kasal nach einem Jahr Wohnticket enttäuscht. Vielmehr sei das Wohnticket ein Instrument, zigtausende bedürftige Wienerinnen und Wiener von sozialem Wohnraum auszuschließen. „In Wahrheit ist das Wohnticket einzig und alleine dafür da, die jahrelange Wartezeit auf eine soziale Wohnung für Wiener intransparent zu machen“, hat der Bereichssprecher für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung der FPÖ Wien, Mag. Günter Kasal, das Vergabesystem des SPÖ-Stadtrats Michael Ludwig durchschaut.

Die Vergabe geförderten Wohnraumes erfolgt nämlich nur zum verhältnismäßig geringen Teil direkt über die Wohnberatung Wien. So werden 50 Prozent der SMART-Wohnungen über die Wohnberatung vergeben, aber lediglich jede Dritte geförderte Wohnung außerhalb dieses spezifischen Programmes. Dies geht aus dem Text von Förderungszusicherungen hervor. In Abs. 14 heißt es: „Weiters ist der Förderungswerber verpflichtet, auf Förderungsdauer der Stadt Wien jede dritte freiwerdende Wohnung der Stadt Wien zur Vergabe anzubieten“ – so der Gesetzestext. „In Zeiten der Wohnungsknappheit fehlt hier die nötige Transparenz, wer auf welcher Liste auf welchem Platz steht“, kritisiert Kasal.

Derzeit warten 14.101 vorgemerkte Wienerinnen und Wiener auf ihre erste Gemeindewohnung und über 10.000 Mieterinnen und Mieter von Sozialwohnungen benötigen aufgrund der Wohnverhältnisse, Familienzuwachses oder anderen Veränderungen ihrer Lebenssituation dringend eine andere Wohnung. Dazu kommen über 100.000 bedürftige Wiener, die aufgrund der unverhältnismäßigen Richtlinien de facto keine Chance auf leistbaren Wohnraum haben.

Die tatsächlichen Vormerklisten für geförderten Wohnraum sind gravierend länger als bekannt, liegen aber bei den gemeinnützigen Bauvereinigungen unter Verschluss. „Um die tatsächliche Wohnsituation in Wien erfassen zu können, ist hier Transparenz erforderlich“, so Kasal und fügt hinzu: „Die bisher unternehmensinternen Vormerklisten für geförderten Wohnraum sollen deshalb monatlich in aktueller Fassung an die Wohnberatung Wien übermittelt werden“. Das würde Transparenz über die tatsächliche Marktsituation schaffen; andererseits könnte dergestalt ein Mindestmaß an Transparenz im Bereich der Vergabe geförderten Wohnraumes erreicht werden.

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