Lieber Online- statt Offline-Handel? Die Zunahme von Lauf-Events in Einkaufsstraßen schwächt den stationären Handel

Wien (OTS) - „Wenn die Mariahilferstraße aufgrund einer Laufveranstaltung von einer Begegnungszone zur Aussperrzone der Handelsbetriebe wird, so ist das entschieden abzulehnen, oder sollen solche Aktionen den Onlinehandel fördern?“, gibt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der WK Wien, zu bedenken und fordert eine Verlegung der zunehmenden Laufveranstaltungen aus Einkaufsstraßen. „Es kann nicht sein, dass eine Laufveranstaltung die Kunden aus der Mariahilferstraße aussperrt. Auf der einen Seite reden wir davon, den stationären Handel zu stärken und auf der anderen Seite treiben solche Aktionen die Kunden ins Internet“, so Trefelik. Der Global 2000 Fairness Run und die damit verbundenen Straßensperren und Verkehrsmaßnahmen führen heute im Bereich der Inneren Mariahilferstraße zu erheblichen Zugangsbeschränkungen zu Handelsgeschäften.

Die Konsequenzen solcher Protest- und Freizeit-Aktivitäten mitten in einer der besten Einkaufsstraßen Wiens und mitten unter der Woche tragen neben den Zulieferfirmen und Autofahrern vor allem der Handel. „Immer mehr Kunden vergeht die Lust in die Stadt einkaufen zu fahren, je öfter solche Events ganze Straßenzüge blockieren“ meint auch der Geschäftsführer der „Club der Unternehmer der Mariahilferstraße“, Adolf Brenner. Er und Trefelik fordern mehr Augenmaß und Fairness bei der Bewilligung solcher Events sowie eine Verlagerung in periphere Bereiche, wie zum Beispiel die Prater-Hauptallee oder die Donauinsel. „Uns liegt es fern, diese Veranstaltungen in Frage zu stellen, aber wir haben so tolle grüne Naherholungsgebiete in Wien und ich verstehe daher nicht, warum solche Events nicht dort stattfinden, wo sie den Zugang zu den Geschäften und die Tätigkeit der Wiener Handelsunternehmen nicht behindern” fragt sich Trefelik.

„Der 1. Global 2000 Fairness Run 2014 hat noch auf der Donauinsel stattgefunden. Wenn nun immer mehr derartige Veranstaltungen in die besten Einkaufslagen verlegt werden, sehe ich Wien stark gefährdet an Standortqualität und Wirtschafts-Ranking zu verlieren“, befürchtet der Handelsobmann. Schließlich sind gerade die Einkaufsstraßen die pulsierenden Shopping-Herzen Wiens. Wirtschaftsstandorte stehen zunehmend im Wettbewerb mit dem Online-Handel. Dabei ist die Lage und Erreichbarkeit für Kunden und Lieferanten ein essentieller Faktor für den stationären Handel, um gegenüber dem Online-Handel zu punkten.

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