Walser zu Zentralmatura: Mit lapidarem „So what?“ ist es nicht getan, Frau Hammerschmid!

Grüne halten nichts von teil-zentraler Matura

Wien (OTS) - „Die alarmierenden Ergebnisse bei der Zentralmatura und die enormen Leistungsunterschiede zwischen Schultypen und Standorten mit einem lapidaren ‚so what‘ abzutun, können Betroffene an den Schulen nur als Provokation empfinden“, kommentiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser die Reaktion von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid auf die gestern präsentierten schlechten Ergebnisse der Zentralmatura insbesondere in Mathematik: „Mit einem Achselzucken ist es sicherlich nicht getan. Was wir nun benötigen, sind konkrete und rasche Lösungen und keine Schlagworte, mit denen wir nun schon seit Jahren vertröstet werden“, betont Walser.

Besonders enttäuscht zeigt sich der Grüne Bildungssprecher davon, dass sich Hammerschmid offensichtlich von der versprochenen evidenzbasierten Bildungspolitik bereits verabschiedet hat: „Alle Expertinnen und Experten und vor allem der vom Ministerium selbst initiierte Nationale Bildungsbericht weisen unisono darauf hin, dass das größte Problem des österreichischen Schulsystems die viel zu frühe Aufteilung der Kinder in NMS und AHS ist. Wer Maßnahmen in diesem Bereich als ‚nicht prioritär‘ erachtet, macht Politik an den wirklichen Problemen vorbei.“

Bei der Zentralmatura seien die Maturantinnen und Maturanten derzeit offenbar einer Lotterie ausgesetzt. Ansonsten sei es nicht denkbar, dass sich von einem Jahr auf das andere die Zahl der negativen schriftlichen Leistungen in Mathematik mehr als verdoppelt. „Derzeit sind wir bezüglich der Ursachen für die eklatanten Leistungsunterschiede auf Vermutungen angewiesen“, bedauert Walser.

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