Aslan: Auch in Österreich Schadenersatz für VW-FahrerInnen

Grüne: Notfalls gesetzgeberische Maßnahmen einleiten

Wien (OTS) - Laut jüngsten Berichten rät der ÖAMTC von Klagen gegen VW ab. Die im Zuge des Abgasskandals nachgerüsteten Fahrzeuge würden nach dem Software-Update nicht schlechter funktionieren als vorher. Insofern sei kein Schaden entstanden. Gleichzeitig sollen VW-KundInnen in den USA insgesamt 15 Milliarden Dollar Entschädigung bekommen. Dass VW in den USA bereit ist, milliardenschweren Schadenersatz zu zahlen, liege daran, dass die US-Gesetze eben strenger seien, so der ÖAMTC.

Die Grüne KonsumentInnenschutz-Sprecherin Berivan Alsan: „Der VW-Skandal ist geradezu ein Bilderbuchbeispiel für Schadenersatz. Durch das rechtswidrige und schuldhafte Verhalten von VW ist bei den KundInnen ein Schaden entstanden.“ Dieser Schaden setzt sich zumindest aus dem verminderten Wiederverkaufswert (Imageverlust) und aus der enttäuschten Erwartung, ein besonders umweltschonendes Auto gekauft zu haben, zusammen. An dieser Beurteilung haben auch die vom ÖAMTC durchgeführten Tests nichts geändert.

„Der Hauptgrund für die Besserstellung der US-KonsumentInnen ist, dass es dort viel bessere rechtliche Möglichkeiten der kollektiven Rechtsdurchsetzung gibt. Die KonsumentInnen sitzen dort am längeren Ast. VW muss dort deshalb rasch einen Vergleich schließen. In Europa spielt man hingegen auf Zeit. Österreich muss jetzt gesetzlich nachziehen, damit die österreichischen KonsumentInnen nicht auf der Strecke bleiben. Wenn die Bundesregierung nicht bereit ist zu handeln, dann werden wir es tun. Ein fertiger Gesetzesantrag für eine Gruppenklage liegt dem Parlament jedenfalls bereits vor“ sagt Aslan.

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