CT/MRT-Wartezeiten: Wiener Ärztekammer unterstützt Forderungen der Krebshilfe

Bis zu acht Wochen Wartezeit für Krebspatienten – Szekeres: „Warnungen müssen endlich ernst genommen werden“

Wien (OTS) - Im gestrigen Ö1-Morgenjournal warnte die Österreichische Krebshilfe eindringlich davor, dass sich die Wartezeiten für CT- und MRT-Untersuchungen bei Krebspatienten dramatisch verlängert hätten. Bis zu acht Wochen müsse man demnach derzeit warten. Für Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres ist das ein untragbarer Zustand für Patienten und deren Angehörige. Er fordert von der Politik und der Sozialversicherung, die Warnungen der Krebshilfe endlich ernst zu nehmen und die Missstände „raschest abzustellen“. ****

Bereits im vergangenen März hatte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) einen bundesweiten Test durchgeführt, der die Wartezeiten für CT- und MRT-Termine genau unter die Lupe genommen hat. Das Fazit: Es gibt Wartezeiten von mehreren Wochen – mit Wien als traurigem Spitzenreiter – und ein Ansteigen der Zwei-Klassen-Medizin, da Privatzahlungen bei Terminvergaben bevorzugt würden.

Auch die Wiener Ärztekammer hatte zuletzt davor gewarnt: Zehn Wochen müssten Patienten im Schnitt in Wien-Favoriten auf eine MRT-Untersuchung warten. Grund dafür ist – neben den von der Sozialversicherung auferlegten Deckelungen – vor allem die Nichtbewilligung einer zweiten Planstelle.

„Das Ignorieren der evidenzbasierten Warnungen aus allen Richtungen von Stadt und Sozialversicherung und die daraus resultierende Ungewissheit bei Patienten mit einem möglichen Krebsleiden ist einfach nicht mehr tragbar“, betont Szekeres. Es sei unzumutbar, dass Tumorpatienten aufgrund der Sparwut der Krankenkassen so lange warten müssten. „Ich fordere abermals Bund, Stadt und Sozialversicherung auf, hier zusätzliche Planstellen zu schaffen oder Krebspatienten von der Deckelung gänzlich rauszunehmen.“ (ast)

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