Bundespräsident Heinz Fischer gratuliert Ute Bock zum Geburtstag

Wien (OTS) - Elf Tage vor seinem Amtsaustritt besuchte gestern Bundespräsident Heinz Fischer Fr. Bock in ihrem Verein in der Zohmanngasse, um der von ihm geschätzten Sozialarbeiterin ein weiteres Mal seinen Respekt zu zollen und Fr. Bock persönlich zu ihrem 74. Geburtstag zu gratulieren.

Dabei betonte er einmal mehr das besondere Engagement und die wichtige Rolle Frau Bocks in der österreichischen Gesellschaft (was er halt aktuell sagt)

2012 zeichnete Fischer Fr. Bock 2012 mit dem goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich aus, dabei betonte er die Auszeichnung als eine „deutliche Geste, dass man ihre außergewöhnliche und unorthodoxe Arbeit schätzt und weiß, wie viel Idealismus, Kraft und innere Energie dazugehören. […] Ute Bock musste unter sehr schwierigen Bedingungen ihre Arbeit leisten und wird immer wieder mit Kritik und Angriffen konfrontiert", so Fischer.

Die umfangreichen Tätigkeiten des Vereins umfassen:

  • das Wohnprojekt, das mittlerweile über 360 Menschen ohne alternative Wohnmöglichkeit und ohne eigenes Einkommen, einen geschützten Zufluchtsort und Verpflegung bietet und um den Service der mobilen Wohnbetreuung ergänzt wird.
  • Sozialberatung, um Flüchtlingen beim Einstieg in das bürokratische System zu unterstützen
  • das bockwerk, eine Tischlerei in der Asylwerber Designer-Steckmöbel fertigen
  • das Post- und Meldeservice, welches bereits hunderten AsylwerberInnen, ohne staatliche Unterstützung und Arbeitserlaubnis, eine Meldeadresse und juristische Beratung bietet, um zumindest das Fortlaufen ihrer Asylverfahren zu ermöglichen.
  • Deutschkurse und Leseförderung

Der Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock finanziert sich aus Sach- und Geldspenden.

Ute Bock wurde 1942 in Linz geboren. Nach der Matura arbeitete sie als Erzieherin in einem Heim für schwer erziehbare Sonderschüler, dessen Leitung sie 1976 übernahm und welches später das Vereinshaus für den Verein Ute Bock werden sollte.

Seit Anfang der Neunzigerjahre schickte das Jugendamt ausländische Jugendliche zu Ute Bock, darunter Kinder aus Gastarbeiterfamilien, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die in Ö um Asyl ansuchten und überall sonst abgewiesen wurden.

Fr. Bock ermöglichte hunderten AsylwerberInnen, ohne staatliche Unterstützung und Arbeitserlaubnis, eine Meldeadresse und juristische Beratung, um zumindest das Fortlaufen ihrer Asylverfahren zu ermöglichen.
Auch ihre Pensionierung 2002 sollte ihr Engagement nur verstärken. Erst ein 2014 erlittener Schlaganfall zwang Fr. Bock ihr Engagement einzudämmen. Nichts desto trotz wohnt sie noch immer zusammen mit ihren Schützlingen in der Zohmanngasse und steht jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Gemeinsam führen die über 250 (ehrenamtlichen) Mitarbeiter ihren unermüdlichen Einsatz fort.

Rückfragen & Kontakt:

Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock, Melanie Carmann,
E-Mail: melanie.carmann@fraubock.at, Tel.: 01-9292424-21
www.fraubock.at | www.fb.com/vereinutebock

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