Wr. Rechnungsabschluss - SP-Berger Krotsch/Schinner/Florianschütz: Brauner ist Kapitänin, die Wien engagiert aus Krise hinausmanövriert

Wien (OTS/SPW-K) - Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die 2008 ihren Anfang genommen hat, hält weiterhin an. Das betonte SP-Gemeinderätin Nicole Berger-Krotsch im Zuge der heutigen Wiener Gemeinderatssitzung und Rechnungsabschlussdebatte. Deshalb sei es wichtig, auch künftig die richtigen Antworten auf die arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen zu geben und arbeitsuchenden Menschen bestmögliche Unterstützung zu bieten.

„Wien hat die Krise gut gemeistert, deshalb danke ich insbesondere auch Finanzstadträtin Renate Brauner für ihren Einsatz als Kapitänin, die Wien seit acht Jahren engagiert aus der wilden See hinauszumanövrieren versucht“, hält Berger-Krotsch fest und bezieht sich dabei unter anderem auf die Leistungen des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), von dem bis heute mehr als 320.000 WienerInnen profitieren konnten.

„Wir lassen die Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht im Stich. Mit dem waff haben wir eine österreichweit einzigartige Einrichtung geschaffen, die seit unglaublichen zwanzig Jahren präventive Arbeitsmarktpolitik betreibt und berufliche Entwicklungschancen schafft“, so Berger-Krotsch. ArbeitnehmerInnen gerieten immer stärker unter Druck. Daher sei es besonders wichtig, in die Aus- und Weiterbildung dieser Menschen zu investieren. „Wien setze auf die Qualifizierung der Wienerinnen und Wiener. Und weil es so essentiell ist, arbeitsuchende Menschen zu unterstützen, braucht es zusätzliche Mittel aus der Bundesregierung“, fordert die SP-Gemeinderätin, und weiter: „Qualifikation trägt dazu bei, das Risiko des Jobverlustes zu reduzieren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist sie der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.“

waff ist zuverlässiger Partner für WienerInnen =

Mit dem Leistungsangebot des waff sei dieser ein zuverlässiger Partner an der Seite der WienerInnen. So wurden bspw. rund 6.600 Jugendliche im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie unterstützt, rund 49.300 WienerInnen hätten als neue TeilnehmerInnen die Leistungen des waff in Anspruch genommen. Insgesamt wurden mehr als 700 Mio. Euro investiert.

SP-Gemeinderätin Katharina Schinner ergänzt: „Wir stehen auf der Seite der Menschen. Der Menschen, die Wirtschaft machen und Jobs schaffen. Diese wollen wir als Stadt Wien so gut es geht fördern. Denn es braucht gut ausgebildete und auch gut bezahlte ArbeiterInnen. Eine starke Mittelschicht. Außerdem ein gutes Umfeld und attraktiven Boden für Unternehmen. Den schaffen wir.“

Fruchtbaren Boden für Unternehmen schaffen =

„Mit allen Maßnahmen, die wir haben, ringen wir um jede Arbeiterin/jeden Arbeiter und jedes Unternehmen“, so Schinner zu den Akzenten der Stadt Wien, die gut ineinander greifen. Der waff und die Wirtschaftsagentur arbeiten verstärkt zusammen, sind eng miteinander vernetzt“, so die SP-Gemeinderätin. Unter anderem sind 2015 ca. 560 Unternehmen gefördert worden. Die Fördertöpfe der Stadt Wien wurden dabei voll ausgeschöpft. 7.500 Menschen haben ein Unternehmen gegründet. „Das ist eine starke Bilanz, die wir mit allen Maßnahmen stetig verbessern wollen“, ist Schinner überzeugt. Ein weiteres gutes Beispiel für eine positive Wertschöpfung ist der Wien Tourismus. Jahr für Jahr fährt er ein Rekordergebnis ein: „2015 erneut ein Plus von 5,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Visionären Konzepten ist dieser Zuwachs zu verdanken. Wien Tourismus arbeitet auch als Brückenbauer zwischen zeitgenössischem und modernem Wien. Das schafft Arbeitsplätze“, so Schinner.

„Müssen die Menschen von der EU begeistern“ =

Der Stv. Vorsitzende des Europaauschuss und SP-Gemeinderat Peter Florianschütz betont in seinem Redebeitrag im Zuge der Spezialdebatte Finanzen, Wirtschaft und Internationales: „Die genauen Folgewirkungen von Brexit sind noch nicht bekannt, es gibt nur Befürchtungen, die ich für untertrieben halte.“ Florianschütz hat kein Verständnis für das Triumphgeheule der Rechten: „Diese Entscheidung der BritInnen gibt keinen Anlass zum Jubel. Es ist für Großbritannien und den Rest von Europa ein großer Schaden, wobei der größere bei Großbritannien liegt. Ein Königreich, das aufgespalten in seine Teile und seine Altersstrukturen ist. Diese Entscheidung muss uns eine Warnung sein!“

Der Stv. EU-Ausschussvorsitzende weist darauf hin, dass man über die EU kritisch und seriös diskutieren müsse, die Menschen aber auch von diesem Projekt begeistern muss: „Um es mit Jacques Delors zu sagen:
‚Niemand verliebt sich in einen Binnenmarkt.’ In Reisefreiheit und kulturellen Austausch oder Weltoffenheit beispielsweise kann man sich aber sehr wohl verlieben.“

Wichtig ist für den Gemeinderat auch, die EU nicht nur als Wirtschaftsprojekt zu sehen: „Europa ist weit mehr als das. Europa ist ein kulturelles und historisches Friedensprojekt, gegründet nach ´45, um in Zukunft Kriege auf dem Kontingent zu verhindern. In dieser Hinsicht ist es ein geglücktes Projekt.“ Florianschütz weiter: „Ziel und Agenda der Konservativen ist es, dieses geschlossene System, diesen Human Rights Body, diesen Rechtsstaat, diesen europäischen Parlamentarismus und diese Weltoffenheit mit allen Mitteln zu bekämpfen.“

Und weiter: „Wien ist eine europäische Metropole und lebt davon, im europäischen Kontext zu sein, Wien ist auch UN-Stadt. Wir werden in Wien offensiv für Europa und seine Errungenschaften werben, gleichzeitig die Probleme kritisch betrachten und konkrete Verbesserungsvorschläge machen. Was mich positiv stimmt ist, dass über 70% der Jungen gegen den Brexit gestimmt haben und ihnen gehört die Zukunft.“

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