Wiener Tierschutzverein: Hunde haben im Auto nichts verloren

Auch im Sommer 2016 müssen viele Hunde im „Backofen Auto“ leiden. Wiener Tierschutzverein appelliert: Hunde niemals alleine im Pkw lassen.

Vösendorf (OTS) - Sobald das Thermometer die 30 Grad Marke überschreitet, mehren sich im Wiener Tierschutzverein (WTV) die Anrufe besorgter Tierfreundinnen und Tierfreunde, die über im Auto eingesperrte Hunde berichten. Auch bei der Bruthitze am vergangenen Wochenende gingen Dutzende dieser Hilferufe beim WTV ein. Hinzu kommt, dass am Samstag zwei Hunde durch die Hitze im Auto verendeten.

Daher appelliert der WTV erneut an alle Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer, ihren Vierbeiner im Sommer unter keinen Umständen alleine im Auto zu lassen. „Eigentlich sollte jedem Hundehalter klar sein, welch enorme Gefahr dem Hund droht, wenn er im Sommer in einem aufgeheizten Auto eingesperrt wird. Leider unterschätzen Herrchen und Frauchen - trotz der sicherlich vorhandenen Liebe zu Ihrem Tier -immer wieder das Risiko“, so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Trotz Aufklärungsarbeit kommt es leider immer noch zu tragischen Todesfällen dieser Art. Der Wiener Tierschutzverein sieht es als seine Aufgabe, Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer zu informieren und im Sinne ihrer vierbeinigen Lieblinge entsprechend vorzubeugen. „Daher noch einmal: Lassen Sie Ihren Hund niemals im Sommer alleine im Auto zurück“, so Petrovic.

Fenster öffnen ist keine Lösung

Denn schon innerhalb von ein paar Minuten erhöht sich die Innentemperatur eines Fahrzeugs je nach Außentemperatur schnell auf 50 Grad und mehr. Das kann bei Hunden zu einem Hitzschlag und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Auch das Autofenster einen Spalt zu öffnen, bietet dem Hund ebenfalls keine ausreichende Kühlung. Denn Hunde regeln ihre Körpertemperatur generell über Atmung und Zunge (Hecheln), was ihnen bei großer Hitze aber nur minimale Abkühlung verschafft. Die WTV-Präsidentin bittet daher auch die Passanten:
„Sollte Ihnen im Sommer ein im Auto eingesperrter Hund auffallen, so zögern Sie nicht und verständigen umgehend Polizei und Tierrettung“.

Der WTV wird jedenfalls Kooperationen mit Autofahrerclubs und Verkehrsvereinen wie ÖAMTC, ARBÖ und VCÖ anstreben. Nicht zuletzt auch zur Klärung der rechtlichen Fragen, etwa wenn Menschen bei Gefahr im Verzug zur Selbsthilfe greifen und die Tiere befreien (Stichwort: eingeschlagenes Autofenster). „Das ist keine Aufgabe des Tierschutzes allein. Hier sind wir alle gefordert, so Petrovic.

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