ÖCV-Seel: Absichtliches Wegschauen bei Abtreibungen unvernünftig

Am 30. Juni wird im Petitionsausschuss über die Forderung nach dringend notwendigen Abtreibungsstatistiken abgestimmt. Der Österreichische Cartellverband hofft auf Fortschritte.

Wien (OTS) - In vielen europäischen Ländern werden anonyme Statistiken über Abtreibungen geführt. Nur in Österreich wird ausgerechnet dieser Bereich tabuisiert. Für ÖCV-Präsident Christoph Seel ist das nicht nachvollziehbar: „Jeder denkbare Lebensbereich wird statistisch erhoben, und alle chirurgischen Eingriffe werden genau registriert. Ausgerechnet über die psychisch folgenschweren Abtreibungen haben wir keine Zahlen, nur Ratespiele!“ Der Österreichische Cartellverband unterstützt daher die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ und sieht sich durch den großen Erfolg bestätigt. Bis dato haben 54.000 Personen ihre Unterstützung erklärt.

Der ÖCV-Präsident appelliert an die Abgeordneten im Nationalrat: „Der Petitionsausschuss am 30.6. muss die Forderungen von über 50.000 Menschen ernst nehmen! Eine anonyme Abtreibungsstatistik ist ein positives Signal für humanen Fortschritt.“ Österreich hinke hier der Zeit hinterher. Nur mit Kenntnis der Fakten können Hintergründe erforscht und zielgerichtete Hilfestellungen geboten werden, so Seel im O-Ton. „Wir brauchen diese Statistik. Noch länger bei Abtreibungen wegzuschauen, wäre fahrlässig und unvernünftig.“

Der Österreichische Cartellverband ist mit über 13.000 Mitgliedern der größte Akademikerverband in Österreich. Mit seinen 49 katholischen Studentenverbindungen ist er in allen großen Städten des Landes vertreten.

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