FPÖ-Kappel fordert bessere Dotierung der Grundlagenforschung

Österreich ist in Europa nur noch „Innovation Follower“, F&E zu wenig fokussiert

Wien (OTS) - „Wissenschaftsminister Mitterlehner hat dringenden Handlungsbedarf, den Grad an Effizienz und Fokussierung in der österreichischen Forschungslandschaft maßgeblich zu steigern und die Dotierung insbesondere der Grundlagenforschung zu erhöhen“, sagt die freiheitliche Europaabgeordnete Dr. Barbara Kappel anlässlich des aktuellen Berichts über die wissenschaftliche und technische Leistungsfähigkeit Österreichs 2016 des Rats für Forschung und Technologieentwicklung. Der Innovationsstandort Österreich komme allein schon aufgrund des hohen Tempos der Forschungsdynamik immer mehr unter Druck.

Trotz einer vergleichsweise guten Forschungsquote von knapp über drei Prozent, welche zu mehr als zwei Dritteln vom Unternehmenssektor getragen werde, seien die Forschungsergebnisse gerade in der Grundlagenforschung wenig zufriedenstellend. Mitverantwortlich dafür seien eine geringe Effizienz aufgrund von zersplitterten Strukturen im nationalen Fördersystem und Mängel bei der EU-Unterstützung disruptiver Innovation. „Forschung ist in Österreich zu wenig fokussiert, was oft an geringen Mitteln festzumachen ist“, sagt Kappel, „es fehlt aber auch an Exzellenz und hier sind zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit weitreichende Maßnahmen im Bildungsbereich notwendig.“ Bereits im letzten Jahr ist Österreich im European Innovation Scoreboard in die zweite Kategorie zurückgefallen und ist nun nur noch „Innovation Follower“.

Kappel schließt sich in Bezug auf die Mittelbereitstellung der Ratsforderung nach einer mit 400 Millionen Euro wesentlich höheren Dotierung des Wissenschaftsfonds FWF an. „Die Mittel für Grundlagenforschung sind in Österreich im europäischen und internationalen Vergleich unterdurchschnittlich dotiert“, sagt die freiheitliche Europaabgeordnete. Dänemark verbuche für die experimentelle Entwicklung mit 55,1 Prozent den höchsten Anteil, gefolgt von Irland mit 48 Prozent. Spitzenwerte für staatliche Ausgaben im Bereich der Grundlagenforschung verzeichneten Japan mit 61 und die USA mit 55,4 Prozent. Österreich liege hier mit 44,3 Prozent bestenfalls im Mittelfeld.

Um wieder zu den europäischen „Innovation Leaders“ aufzuschließen und dem 2020-Ziel eines Forschungsanteils von 3,76 Prozent am BIP näherzukommen, müssten die F&E-Ausgaben in Österreich jährlich um zehn Prozent gesteigert werden. Ebenso sei mit zusätzlichen 90 Millionen Euro eine maßgebliche Nachdotierung der Nationalstiftung für Forschung notwendig.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at
http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005