Handelsobmann Trefelik begrüßt Erleichterungen für familiengeführte Handelsbetriebe

Fordert aber bei Registrierkassenpflicht weitere Schritte für Unternehmen mit kleinsten Einzelumsätzen!

Wien (OTS) - Gerade in kleineren Handelsbetrieben ist die kurzfristige Aushilfe durch Familienangehörige oft unverzichtbar. Bisher bewegten sich Unternehmen damit in einer rechtlichen Grauzone und hatten mit arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Problemen und Anzeigen zu kämpfen. Die kurzfristige Aushilfe durch Familienmitglieder in Unternehmen wird daher neu und praxisnah geregelt. „Damit werden bürokratische Hürden abgebaut und klare Rechtssicherheit für Familienbetriebe geschaffen“, freut sich der Obmann der Sparte Handel.

Ausweitung der Frist für Einführung technischer Sicherheitslösung Auch die Verschiebung des Inkrafttretens der technischen Sicherheitslösung auf 1.4.2017 ist seitens des Handels zu begrüßen. „Die betroffenen Unternehmen haben nun vier Monate länger Zeit, um ihre Kassen entsprechend manipulationssicher zu gestalten. Die alte Regelung brachte viele kleine Selbstständige, aber auch Betriebe mit seit Jahren bestehenden Warenwirtschaftssystemen, die nun aufwendig umprogrammiert werden müssen, sowie die Kassenhersteller selbst, enorm unter Druck“, meint Trefelik.

Lösung für Unternehmen mit kleinsten Einzelumsätzen weiter gefordert Nach wie vor gibt es keine Lösung für jene Unternehmen, bei denen das Ausstellen eines Belegs aufgrund der hohen Kundenfrequenz, vielen Einzelposten und geringer Einzelumsätze kaum möglich ist, wie z.B. bei Markthändlern, Schulbuffets, Zuckerlgeschäften oder Maroniständen. Eine Belegerteilungspflicht ist in diesen Fäll in der Praxis nicht sinnvoll. „Wenn plötzlich ganze Reisegruppen auf einen Eisverkäufer, oder Schulklassen auf ein Zuckerlgeschäft einstürmen und Kleinprodukte kaufen, so ist es nicht zielführend, jeden einzelnen Kleinposten mit einem Beleg auszugeben. Es gibt zahlreiche Praxisbeispiele, wo die Papierstreifen nicht mitgenommen werden, sondern nur herumliegen und zusätzlichen Abfall erzeugen“, weiß Trefelik.

ZT: Sonderfall Trafiken
Besonders auffällig ist die Praxisfernheit der derzeitigen Verordnung auch bei Trafiken, wo die Lottoschein, Gewinnlose, Fahrscheine oder Parkscheine ohnehin extern rechnungsmäßig erfasst werden, aber trotzdem dafür ein zusätzlicher Beleg ausgestellt werden muss. „Auch hier ist eine praxisnahe Lösung notwendig“, so Trefelik abschließend.

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