Bundesarbeitskammer 1 – Recht auf Schule bis 18 gefordert

Anträge für Maßnahmen gegen frühen Schulabbruch und zur Integration von jungen Flüchtlingen ins Schulsystem beschlossen

Wien (OTS) - Ein Recht auf einen Schulplatz bis zum 18. Lebensjahr, ebenso das Recht für unter 18-Jährige, einen versäumten Pflichtschulabschluss an der Schule nachzumachen: Das fordert heute die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer in einem Antrag zur Bildungspolitik. In einem weiteren Antrag verlangt sie diese Rechte auch für jugendliche Flüchtlinge.

Frühe SchulabbrecherInnen und Jugendliche, die weder eine Ausbildung machen noch arbeiten, sind häufig junge Frauen mit kleinen Kindern, SchulabgängerInnen, die eine Lehrstelle suchen und lange keine finden, und jugendliche Flüchtlinge über 15 Jahren, die – wie alle über 15-jährigen Jugendlichen in Österreich – kein Recht darauf haben, in einer Schule den Pflichtschulabschluss zu machen oder nachzumachen.

Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer fordert für alle unter 18-Jährigen ein Recht auf einen Schulplatz, ebenso verlangt sie für sie das Recht, einen versäumten Pflichtschulabschluss an der Schule nachzumachen. Außerdem soll an allen Schulen verpflichtend Jugendcoaching zur Unterstützung des Übergangs an weiterführende Schulen eingeführt werden.

Junge Frauen mit Kindern sollen besonders unterstützt werden. Die Hauptversammlung verlangt Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie. Zur besseren Förderung von Flüchtlingskindern und jugendlichen Flüchtlingen fordert die Hauptversammlung überdies mehr Unterstützungspersonal für die Schulen.

Bei Aufnahmeverfahren zu Studien mit Zugangsbeschränkung fordert die Hauptversammlung statt der derzeitigen Gebühren die Einführung einer Kautionsregelung. Die Kaution sollen alle zurückbekommen, die am Aufnahmetest teilgenommen haben.

(Forts.)

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