Pirklhuber zur morgigen Glyphosatabstimmung: Österreich muss Zulassung ablehnen

Im Zweifel enthalten entspricht nicht dem Vorsorgeprinzip - Grüne fordern das Ende des umstrittenen Pflanzengiftes

Wien (OTS) - Glyphosat schädigt die Umwelt und ist nach Bewertung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen". Morgen wird die EU-Kommission einen weiteren Versuch unternehmen, eine Zustimmung der EU-Mitgliedsstaaten für eine Verlängerung der Zulassung des Pflanzengiftes zu erwirken. In Österreich fällt die Glyphosat-Frage in das Ressort von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter.

„Da erhebliche wissenschaftliche Zweifel an der Unbedenklichkeit von Glyphosat für Umwelt und Mensch bestehen, muss das Vorsorgeprinzip gelten und die Zulassung darf nicht verlängert werden.
Hier solll Minister Rupprechter dafür sorgen, dass Österreich eine klare Position bezieht. Wieso der Minister angekündigt hat, Österreich werde sich enthalten, erschließt sich mir nicht. Das Vorsorgeprinzip, dem auch der Minister verpflichtet ist, heißt nicht, im Zweifel enthalten, sondern im Zweifel verbieten“, stellt Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen klar.

Sollte es im morgigen Berufungsausschuss zu keiner sogenannten Qualifizierten Mehrheit für oder gegen den Kommissionsvorschlag kommen, dann kann die Kommission die Zulassung im Alleingang verlängern.

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