Rossmann zu OeNB-Vermögenstudie: Über Reiche und Superreiche tappen wir weiterhin im Dunkeln

Grüne fordern offiziellen Reichtumsbericht der Bundesregierung

Wien (OTS) - „Die ersten Ergebnisse zeigen, dass die untere Hälfte der österreichischen Haushalte lediglich über 3,2 Prozent am gesamten Nettovermögen verfügt, während die obersten 10 Prozent über 55 Prozent am Gesamtvermögen haben. Die Verteilung ist stark konzentriert“, stellt Bruno Rossmann, Budgetsprecher der Grünen, fest. Am gestrigen Montag wurde die zweite Welle der OeNB-Daten zu den Vermögen in Österreich vorgestellt.

Rossmann kritisiert, dass Superreiche in der Auswertung der OeNB aber gar nicht enthalten sind. „Die Vermögenskonzentration ist noch viel höher als in den Daten dargestellt. Superreiche werden in Österreich im Gegensatz zu anderen Ländern nämlich gar nicht erfasst. In anderen Ländern werden Superreiche mit der Methode des sogenannten ‚Oversampling‘ erreicht. Es ist völlig unverständlich, warum die Österreichische Nationalbank nicht versucht hat, die Superreichen statistisch zu erfassen“, sagt Bruno Rossmann.

Auch wenn die Daten der OeNB gravierende Mängel haben, zeigen sie dennoch den Handlungsbedarf für die Politik auf. „Hohe Vermögen sind bei einigen wenigen stark konzentriert. Bei den vermögensbezogenen Abgaben ist Österreich im OECD-Vergleich dennoch weit abgeschlagen. Die Steuern auf Vermögen sollen daher angehoben werden und jene auf Arbeit gesenkt werden“, fordert Bruno Rossmann.

„Für eine sachliche und faktenbasierte Diskussion und in Folge für politische Entscheidungen ist es entscheidend, die Datenlage rund um Vermögen und deren Verteilung in Österreich zu verbessern. Die Bundesregierung ist daher aufgefordert, einen offiziellen Reichtumsbericht unter Einbeziehung der Reichen und Superreichen zu erstellen. Es kann ja nicht sein, dass wir die Vermögen der Superreichen nicht erfassen und weiterhin im Dunkeln tappen, während BezieherInnen von Mindestsicherung alle Vermögen offen legen müssen“, sagt Bruno Rossmann.

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