• 21.06.2016, 12:04:09
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Grüner Erfolg: Klagenfurt verzichtet auf Glyphosat

Auf Betreiben der Grünen verzichtet Klagenfurt ab sofort auf den Einsatz von Glyphosat. Antrag von Umweltreferent Frank Frey in der heutigen Stadtsenatssitzung einstimmig angenommen.

Utl.: Auf Betreiben der Grünen verzichtet Klagenfurt ab sofort auf
den Einsatz von Glyphosat. Antrag von Umweltreferent Frank
Frey in der heutigen Stadtsenatssitzung einstimmig angenommen. =

Klagenfurt (OTS) - Ein wichtiges Zeichen setzt heute der Klagenfurter
Stadtsenat mit dem einstimmigen Beschluss zum überwiegenden Verzicht
von Glyhposat-Herbiziden im stadteigenen Wirkungsbereich. „Das
Totalherbizid steht unter anderem im Verdacht, Krebs auszulösen und
das Erbgut zu schädigen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es
2015 als potenziell krebserregend eingestuft“, so Stadtrat Frank
Frey.

„Da das Risiko für Mensch, Tier und Umwelt einfach zu groß ist, haben
wir uns dazu entschlossen, auf allen im Eigentum der Stadt
befindlichen Flächen, wie Wege, Plätze, Parkanlagen, Schulen,
Kindergärten, Horte, Friedhöfe, Schrebergärten etc. auf die
Ausbringung von Glyphosat-Herbiziden zu verzichten“, so Frey, der
betont, dass ihm als Stadtgartenreferent auch der Schutz der
Gemeindebediensteten wichtig ist. „Die AnwenderInnen sind besonders
gefährdet. Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass sie nicht weiterhin
direkt mit dem umstrittenen Mittel in Berührung kommen.“

Clubobmann Thomas Winter-Holzinger freut sich über den „Erfolg der
Grünen. Der weltgrößte Glyphosat-Produzent ist der US-Konzern
Monsanto, der auch wegen seiner Gentechnik-Ziele sehr umstritten ist.
Als meistverkauftes Unkrautvernichtungsmittel steht Glyphosat
außerdem im Verdacht, zum Massensterben der Bienen beizutragen.“

„Unser Ziel ist es, Klagenfurt glyphosatfrei zu machen. Mit dem
heutigen Beschluss haben wir erreicht, dass in den Bereichen
Stadtgarten, Straßenbau und Verkehr sowie Wohnungen und
Besitzverwaltung auf den Einsatz von Glyphosat verzichtet wird. Dies
ist auch ein Zeichen an die EU-Kommission, dass immer mehr Städte in
Österreich die Studien der WHO ernst nehmen und freiwillig auf dieses
Herbizid verzichten. Ich würde mich freuen, wenn die EU-Kommission am
23. Juni gegen eine Verlängerung der Zulassung des Mittels stimmen
würde. Dies würde dann auch alle landwirtschaftlichen Flächen in
Österreich Glyphosat-frei machen“, so Winter-Holzinger abschließend.

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