ÖVP-Bezirksvorsteher: Die Stadt braucht ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

798 erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Frühpension zu schicken, ist unverantwortlich – Verlorener Personalaufwand im Rahmen von 280 Millionen Euro

Wien (OTS) - "Die Stadt Wien ächzt unter der Last der täglichen Arbeit, seien es Ortsverhandlungen, Baustellen, Kontrollen, Parkraumüberwachung oder die Bewältigung der Asylanträge und vieles mehr. In Zeiten wie diesen 798 erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne wirklichen Grund in Frühpension zu schicken, ist unverantwortlich. Jeden Tag lesen wir in den Zeitungen, die Verwaltung muss schneller arbeiten, effizienter werden, mehr Leistung erbringen. Wer Leistung fordert, muss aber auch die dafür erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stellen. Die Beamten sollen auf der bürgernähesten Ebene eingesetzt werden, wo sie den Wienerinnen und Wienern am meisten nützen. Wien braucht ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", betonen die ÖVP-Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher Silke Kobald, Veronika Mickel, Adi Tiller und Markus Figl unisono. Die Akten der gemeinderätlichen Personalkommission sprechen eine klare Sprache: Es handle sich eben nicht nur um Schwerstarbeiter. Auch Kanzlisten, Werkmeister, Juristen und sogar Ärzte sollen nun zwangs-frühpensioniert werden. Insgesamt bedeutet das einen verlorenen Personalaufwand im Rahmen von 280 Millionen Euro.

"Einen erfahrenen Beamten aus 'organisatorischen Gründen' - nicht aus gesundheitlichen – mit 58,12 Jahren in Pension zu schicken, ist nicht der Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Wien, den wir uns vorstellen", stellt BV Kobald klar: "Wir Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher brauchen die Unterstützung des Magistrats jeden Tag. Jede einzelne Mitarbeiterin ist dafür essentiell. Niemand kann uns erzählen, dass diese Kräfte nicht dringend gebraucht würden."

"Die Lebensqualität in unserer Stadt beginnt im Grätzel, daher braucht es vor Ort mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Wien, die sich um die Anliegen der Grätzelbewohnerinnen und Grätzelbewohner kümmern. Es geht um mehr Investitionen in unsere Grünräume, Bildung und öffentliche Räume", erklärt BV Mickel.

"Wenn diese Frühpensionierungen schon unbedingt sein müssen, dann gilt es für jede und jeden eine frische, junge Kraft einzustellen", so BV Tiller, der darauf verweist, dass Wien mit knapp 20 Prozent die höchste Jugendarbeitslosigkeit Österreichs aufweise. "Lassen wir diese Möglichkeit nicht verstreichen, sondern geben wir unserer Jugend eine Chance!"

Zudem herrsche teils ein immenses Ungleichgewicht zwischen einzelnen Dienststellen, betont BV Figl: "Oft sind es die bürgernähesten Ämter und Behörden, die unter dem meisten Druck stehen. Dass diese dann kaum mehr Kapazitäten haben, ihre eigenen Bescheide zu kontrollieren, liegt auf der Hand."

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