Aubauer: Frühpensionierungswelle bei Wiener Stadtwerken konterkariert Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung älterer Beschäftigter

ÖVP-Seniorensprecherin: Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Wien (OTS) - Die Regierung hat ein Bonus-Malus-System beschlossen, um ältere Arbeitnehmer länger in Beschäftigung zu halten und bei den Wiener Stadtwerken werden fast 800 Beamte von der Personalkommission aus "organisatorischen Gründen" in den Ruhestand versetzt, zeigte sich heute, Dienstag, ÖVP-Seniorensprecherin Abg. Mag. Gertrude Aubauer empört über diese Frühpensionierungswelle in Wien.

"Es kann doch nicht sein, dass private Unternehmen, die ältere Mitarbeiter nicht halten, einem Malus unterliegen und öffentliche Beamte in Wien in den Ruhestand geschickt werden. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen", so Aubauer.

Es sei unbegreiflich, qualifiziertes Personal, das man sicherlich dringend in anderen Bereichen benötige, früher in den Ruhestand zu verabschieden, was dem Steuerzahler auch noch 280 Millionen Euro kostet. "Die 'Frühpensionierungs-Goodies' der Stadt Wien belasten aber nicht nur die Steuerzahler, sondern auch die Konsumenten direkt:
In den Betriebskosten über Müllgebühren, bei den Wiener Linien über Fahrscheinpreise und bei Wien Energie über die Strompreise. Das ist daher auch ein Anschlag auf die Brieftaschen der Konsumenten und Mieter. Wien wird zur Stadt der Sozialhilfebezieher und Frühestpensionisten."

Aubauer verweist auf heutige Aussagen im "Wirtschaftsblatt", wonach die WKÖ eine umfassende Informationskampagne hinsichtlich des Bonus-Malus-Systems, nach dem 2017 Bonus- oder Strafzahlungen schlagend werden, für Betriebe startet. "All diese Maßnahmen, die dazu dienen, ältere Menschen im Arbeitsprozess zu halten, werden durch derartige unbegreifliche Pensionswellen konterkartiert. Ziel muss es schließlich sein, ältere Menschen im Arbeitsleben zu halten", ärgert sich die Abgeordnete.
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