Glatz: Pensionistenverband fordert: Ökostromabgabe für Privathaushalte muss sinken!

Unverhältnismäßig hohe Ökostromabgabe einer der Hauptgründe für steigende Energiekosten – Seit 2009 von 34 auf 120 Euro gestiegen!

Wien (OTS) - „Obwohl der Strom auf den Großmärkten billiger denn je ist, sind die Energiekosten für Privathaushalte gestiegen. Einer der Hauptgründe dafür: der starke Anstieg der Ökostromabgabe. Dies geht aus der aktuellen Statistik der E-Control hervor. Seit 2009 ist die Ökostromabgabe für Privathaushalte von 34 auf 120 Euro gestiegen. Das entspricht einem Preisanstieg von unglaublichen 353!!! Prozent!“, so Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs. „Es ist unverständlich und widersinnig warum Privathaushalte per Gesetz stärker zur Ökostromförderung beitragen müssen als Unternehmen! Alleine im Jahr 2016 werden in Österreich 1,3 Milliarden Euro für die Ökostromförderung ausgegeben. Dazu kommen noch die indirekten Kosten, die zum Teil auch dem Ökostrom zuzurechnen sind. Das sind z.B. Kosten für den Netzausbau (1,2 Mrd. Euro) oder auch Kosten für die Netzstabilisierung und Reservekapazitäten. Der Pensionistenverband fordert daher: Nach mehr als 13 Jahren Ökostromförderung muss jetzt Schluss sein mit der Umverteilung. Haushalte, die nur 25 Prozent des Stromverbrauchs ausmachen, zahlen 40 Prozent der Ökostromförderung! Hier muss rasch ein Konzept entwickelt werden, damit die Lasten nicht mehr länger hauptsächlich von Privathaushalten getragen werden!“, stellt PVÖ-Konsumentenschützer Glatz klar. ****

„Obwohl die Energiepreise auf den Weltmärkten seit Jahren sinken, zahlt ein durchschnittlicher Haushalt heute mehr für Strom als noch vor sieben Jahren. Bei einem Jahresverbrauch von 3.500KWh, standen 2009 noch 18,95 Cent pro KWh, d.h. insgesamt 663 Euro auf der Rechnung. 2016 schlägt die Stromrechnung mit 20,93 Cent pro KWh und damit insgesamt 733 Euro schon deutlich stärker zu Buche! Und das, obwohl die Großhandelspreis in der gleichen Zeitspanne von 66 auf 31 Euro pro Megawatt um mehr als die Hälfte gesunken sind. Neben dem teilweisen Widerwillen der Strom-Anbieter die Preissenkungen an ihre Endkunden weiterzugeben, tragen steigende Abgaben – und hier besonders die Ökostromabgabe – zum Preisanstieg bei. Hier muss endlich gehandelt werden! Denn besonders sozial Schwächere leiden unter diesen massiven finanziellen Mehrbelastungen. Wirtschaftsminister Mitterlehner ist dringend aufgefordert eine Änderung des Gesetzes zur Ökostromförderung zu veranlassen, damit Privathaushalte finanziell entlastet werden!“, unterstreicht Glatz abschließend. (Schluss)

Weiterführende Hintergrundinformationen:
Unter
http://pvoe.at/sites/migrate.pvoe.at/files/strom_hintergrundpapier.pd
f
finden Sie ein ausführliches Hintergrundpapier zur Entwicklung der Energiepreise und die Forderungen des Pensionistenverbandes Österreichs zu diesem Thema.

Rückfragen & Kontakt:

Generalsekretär Andreas Wohlmuth
Pensionistenverband Österreichs
Telefon: 0664-48 36 138

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001