Dialogforum Bau Österreich: Jetzt Möglichkeit für klare und einfache Bauregeln nutzen

Wien (OTS) - Wer Bauregeln vereinfachen möchte und an Verbesserungen im Bereich Bauen und Wohnen ernsthaft interessiert ist, hat jetzt noch die Möglichkeit, an den Arbeitskreisen des „Dialogforum Bau Österreich – gemeinsam für klare und einfache Bauregeln“ teilzunehmen und konkrete Lösungen zu erarbeiten. Das Forum wurde Anfang 2016 von Austrian Standards in enger Kooperation mit der Bundesinnung Bau initiiert – mit dem Ziel, den Baubereich nach hemmenden und unklaren Normen und anderen Regeln zu durchforsten und Empfehlungen zur Verbesserung auszuarbeiten. Nun werden in Arbeitskreisen die zahlreichen Vorschläge aus der ersten Phase der breiten Online-Diskussion zu konkreten Lösungen weiterentwickelt.

„Das Engagement bei einem der zehn Arbeitskreise, die nächste Woche starten, ist gut investierte Zeit in praktikable Lösungen für die Zukunft und mit Sicherheit zielführender, als nur medial den ‚Sündenbock Normen‘ zu bemühen“, so die Direktorin von Austrian Standards, Elisabeth Stampfl-Blaha, die alle Bauschaffenden und Interessierten zur Teilnahme einlädt.

Insgesamt gingen in den letzten Wochen und Monaten mehr als 250 Vorschläge und ebenso viele Kommentare ein, die nun strukturiert in zehn Arbeitskreisen aufgearbeitet werden. Die Themen reichen von „Bauprodukte“ und „Baurechtliche Aspekte der Normung“ bis zu den „Grenzen der Anwendbarkeit (Nicht-Anwendbarkeit) von Normen“ und „Qualität und Kommunikation in der Normung“. Ebenfalls auf dem Prüfstand steht die oft zitierte ÖNORM B 1300 zur Objektsicherheitsüberprüfung von Wohngebäuden, die immer wieder als „praxisfremd“ bezeichnet wird. „Kritiker und Skeptiker sind herzlich eingeladen, ihre Beiträge konstruktiv einzubringen, um praktikable Lösungen zu erzielen“, erklärt die Direktorin von Austrian Standards.

In weiterer Folge werden die entsprechenden Standards entweder im zuständigen Normungskomitee überarbeitet und vereinfacht, oder die Empfehlungen werden an die entsprechende Stelle – etwa an den Gesetzgeber – weitergeleitet. „Es hat sich gezeigt“, so Andreas Kovar, Moderator des Dialogforums, „dass zwar in einigen Fällen Normen ein Problem in der Praxis darstellen, aber die meisten aufgezeigten Probleme auf Widersprüche mit den vielen unterschiedlichen Regelungen zurückzuführen sind, Haftungsfragen ungeklärt bleiben und Bauregeln häufig unterschiedlich interpretiert werden“.

„Jetzt heißt es, in den Arbeitskreisen im ‚Dialogforum Bau Österreich‘ mitzuarbeiten, damit aus den Ideen zur Vereinfachung konkrete Lösungen für klare und einfache Bauregeln entstehen“, betont der Vorsitzende des Dialogforums, Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister Bau der WKO.
Alle Informationen zum Dialogforum Bau Österreich sowie Anmeldemöglichkeiten für die Teilnahme an den Arbeitskreisen unter www.dialogforumbau.at.

Über Austrian Standards:

Standards sind Normen und Regelwerke. Sie dienen dem Wohl und der Sicherheit aller, machen das Leben einfacher und sorgen dafür, dass eins verlässlich zum anderen passt. Standards stehen für Qualität und damit für Vertrauen in Produkte und Leistungen. Austrian Standards stellt seit 1920 als unabhängige und neutrale Plattform einen transparenten Normungsprozess in Österreich sicher. Das Institut ermöglicht allen, Standards mitzugestalten und macht sie als sinnvolles, international anerkanntes Fachwissen leicht zugänglich und anwendbar.
Austrian Standards beschäftigt derzeit 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Standards sorgen in Österreich für ein Mehr an innovativer Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro pro Jahr.

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