Donauspital weist ÖVP- und Ärztekammer-Kritik an fehlenden Nachtdiensten zurück

Personaleinsatz entspricht dem tatsächlichen PatientInnenaufkommen – 12,5-Stunden-Dienste zum Wohl der PatientInnen und ÄrztInnen

Wien (OTS) - Die Kritik, die anlässlich der Reduktion eines MedizinerInnen-Nachtdienstes in der Notaufnahme des Donauspitals seitens der Wiener Ärztekammer und der ÖVP laut geworden ist, weist der ärztliche Direktor des Donauspitals, Lothar Mayerhofer, entschieden zurück: „Das ist faktenfreier Populismus. Die ÖVP und der Wiener Ärztekammerpräsident wissen offenbar nicht, worum es hier geht.“ Tatsache sei, dass sich die Zahl einzusetzender Nachtdienste nach dem PatientInnenaufkommen richten soll. Demnach sind in der Notfallambulanz des Donauspital an den meisten Tagen der Woche – in Übereinstimmung mit dem leitenden Oberarzt der Notfallaufnahme – zwei statt drei diensthabende ÄrztInnen ab 20 Uhr notwendig. Die in Notfallambulanzen notwendige Vorhalteleistung für unvorhersehbare Spitzenbelastungen wird durch die Zusammenarbeit mit der Internistischen Stammabteilung sichergestellt“, betont Mayerhofer.

Völliges Unverständnis hat der ärztliche Direktor für die Forderung der ÖVP an den anstrengenden 25-Stunden-Diensten festzuhalten. „Denn der 25 Stundendienst ist für die Notfallaufnahmen Wiens die ungeeignetste aller möglichen Dienstformen“, erläuterte der medizinische Leiter des Donauspitals. PatientInnen haben auch in den späten Abendstunden und in der Nacht ein Recht auf einen ausgeschlafenen, leistungsfähigen, nicht übermüdeten und damit fehleranfälligen erstuntersuchenden Ärztin/Arzt. Für die ÄrztInnen stellt eine 25-Stunden Belastung in der Notfallambulanz jedenfalls eine Überbelastung dar; derart lange Dienste sind ungesund, in manchen Studien wird diese Dienstform gar als gesundheitsgefährdend gewertet.

„Diese neue Diensteinteilung wurde aus voller Überzeugung und zum Wohle sowohl der PatientInnen als auch der behandelnden ÄrztInnen getroffen“, fasste Mayerhofer zusammen. Generell weist der Krankenanstaltenverband darauf hin, dass in stärker belasteten Notaufnahmen, die Zahl der ÄrztInnen zuletzt deutlich aufgestockt wurde. In Hietzing von 11 auf 22 Dienstposten, im Wilhelminenspital von 17 auf 28 Dienstposten.

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