„Report“: Bundespräsidentenstichwahl vor Gericht, Kerns Aufgaben, Debatte um Abtreibungen und Hitlers Haus

Am 21. Juni um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem 21. Juni 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Wahl vor Gericht

Nach der Anfechtung der Bundespräsidentenstichwahl durch die FPÖ muss jetzt der Verfassungsgerichtshof entscheiden, ob es tatsächlich zu Unregelmäßigkeiten oder gar Manipulationen gekommen ist. Vier Tage lang befragen die Richter in öffentlicher Verhandlung bis zu 90 Zeugen zu angeblichen Gesetzwidrigkeiten bei der Auszählung der Wahlkarten. Viel Zeit für eine Entscheidung bleibt den Verfassungsrichtern in dieser heiklen Causa nicht. Schon in drei Wochen endet Bundespräsident Fischers Amtszeit.

Kerns Aufgaben

Am kommenden Wochenende wird Bundeskanzler Christian Kern am Bundesparteitag zum neunten SPÖ-Vorsitzenden seit 1945 gewählt. Auf den ehemaligen ÖBB-Manager warten zahlreiche Baustellen: Er muss die Gräben der Faymann-Zeit zuschütten, den Richtungsstreit in der Flüchtlingsfrage beilegen, die Landesparteien neu beleben und die SPÖ aus dem Umfragetief führen. Alexander Sattmann und Ernst Johann Schwarz analysieren die vielen Aufgaben des neuen roten Hoffnungsträgers.

Live zu Gast ist der Kärntner SPÖ-Chef und Landeshauptmann Peter Kaiser.

Debatte um Abtreibungen

Wie viele Frauen entscheiden sich in Österreich für einen Schwangerschaftsabbruch? Warum? Verändern sich Motive oder Zahl in Zeiten der Wirtschaftskrise? Antworten auf diese Fragen gibt es nicht, da Österreich als eines von wenigen Ländern Europas den Schwangerschaftsabbruch nicht statistisch erfasst. Eine Petition fordert nun, die Zahl der Abbrüche zu zählen. Gegner dieses Plans fürchten, dass er die Fristenlösung aushebeln soll. Vorliegende wissenschaftliche Studien würden die Motive ohnehin deutlich machen. Eva Maria Kaiser über ein umstrittenes Thema, mit dem sich auch ein Hearing im Parlament befassen wird.

Hitlers Haus

Das Haus in Braunau, in dem einst Adolf Hitler geboren wurde, steht seit Jahren leer. Die Besitzerin will es nicht verkaufen, verhindert aber auch den Umbau, daher will es die Republik enteignen und Entschädigung bezahlen. Ein entsprechendes Gesetz ist derzeit in Begutachtung. Eine neue Historikerkommission soll Empfehlungen abgeben, was mit diesem Gebäude geschehen soll, das immer wieder Neonazis in den Ort gelockt hat. In der Öffentlichkeit kursieren verschiedene Ideen, von der Schleifung bis zur Nutzung als Gedenkstätte oder soziale Einrichtung. Welche Form der Nutzung dieses belasteten Erbstücks finden Experten und die Braunauer selbst angemessen? Martina Schmidt auf Lokalaugenschein.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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