Pianist Ludovico Einaudi und Greenpeace veranstalteten Konzert in der Arktis

Umweltschutzorganisation fordert von OSPAR-Kommission Schutzgebiet in arktischen Gewässern

Wien/Spitzbergen (OTS) - Im Zuge der heute startenden OSPAR-Meeresschutz-Konferenz im spanischen Teneriffa, veranstaltete die Umweltschutzorganisation Greenpeace zusammen mit dem italienischen Pianisten und Komponisten Ludovico Einaudi ein Klavierkonzert in der Arktis. Der weltbekannte Künstler spielte ein für diesen Anlass komponiertes Stück auf einem symbolischen Eisberg vor der Kulisse des Wahlenbergbreen-Gletschers bei Spitzbergen. Mit der Aktion fordert Greenpeace die OSPAR-Kommission auf, einen Teil der arktischen Gewässer unter Meeresschutz zu stellen.

„Die OSPAR könnte diese Woche über fast zehn Prozent des von Greenpeace geforderten Schutzgebietes in der Arktis entscheiden. Das entspricht der Größe von Großbritannien“, erklärt Lukas Meus, Arktis-Sprecher von Greenpeace in Österreich, „Die Kommission hat somit die Möglichkeit ein historisches Schutzgebiet in dieser Region zu beschließen.“ Die kunstvolle Aktion mit Ludovico Einaudi soll auf diese notwendige Entscheidung aufmerksam machen.

Im Zuge der Aktion errichtete Greenpeace einen 2,6 mal 10 Meter großen und fast zwei Tonnen schweren symbolischen Eisberg, den die Umweltschutzorganisation mit dem Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise in die Arktis transportierte. Auf diesem Eisberg spielte Ludovico Einaudi das für diesen Anlass komponierte Stück „Elegy for the Arctic“ (Klagelied für die Arktis).

Die OSPAR (Oslo-Paris-Übereinkunft) ist ein Übereinkommen zwischen 15 europäischen Regierungen und der Europäischen Union zum Schutz der Meere im Nordostatlantik. Ihr Geltungsbereich reicht von der südlichsten Spitze Spaniens bis zum Nordpol und sie kann für alle Vertragsstaaten verbindliche Entscheidungen treffen. Die OSPAR ist die einzige internationale Konvention zum Schutz der Umwelt mit einem Mandat der Vereinten Nationen, die einen Teil der Arktis abdeckt. Die Vertragsstaaten haben somit die Möglichkeit Meeresgebiete in der Arktis zu schützen, selbst wenn sie außerhalb der nationalen Gewässer liegen. Derzeit liegt ein Vorschlag für ein Hochseeschutzgebiet in der Arktis auf dem Tisch der OSPAR-Kommission. Über diesen soll bis zum 24. Juni in Teneriffa abgestimmt werden. „Norwegen, Dänemark und Island blockieren den Prozess und könnten somit dem Schutzgebiet im Weg stehen“ so Meus, „Die OSPAR-Kommission darf sich dem Druck dieser drei Länder nicht beugen, sondern muss diese Woche ein wichtiges Zeichen zum Schutz der Arktis setzen“.

Die Aktion mit Einaudi ist Teil einer internationalen Greenpeace-Kampagne. Die Umweltschutzorganisation fordert ein Netzwerk an Schutzgebieten für die Arktis: Dieses soll die Region betreffen, die außerhalb der nationalen Hoheitsgewässer liegt. Nun hat sich auch Ludovico Einaudi dieser weltweiten Bewegung angeschlossen. „Die Arktis war eine großartige Erfahrung für mich. Ich konnte die Reinheit und die Zerbrechlichkeit dieser Gegend mit eigenen Augen sehen", sagte Ludovico Einaudi auf der Arctic Sunrise, „Es ist bedeutend, dass wir verstehen, wie wichtig die Arktis für uns ist, die Zerstörung beenden und dieses Gebiet schützen."

Ludovico Einaudi ist ein weltbekannter Künstler, der bereits für mehrere Filme die Musik komponiert hat, unter anderem für den französischen Film „Ziemlich beste Freunde“ und den Hollywood-Streifen „I´m Still Here“ mit dem US-amerikanischen Schauspieler Joaquin Phoenix. Anfang Juli gastiert Einaudi in der Wiener Staatsoper.

Video- und Bildmaterial finden Sie unter http://bit.ly/1W8d4S4
Diese stehen unter Angabe der Credits zur einmaligen Nutzung kostenlos zur Verfügung
(Bild: © Pedro Armestre/ Greenpeace) (Video: © Greenpeace)

Das Factsheet zu OSPAR finden Sie hier: http://bit.ly/2503hy6

Rückfragen & Kontakt:

Lukas Meus
Arktis-Sprecher
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 8169713
E-Mail: lukas.meus@greenpeace.org

Reka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 857 45 98
E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org

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