Bundesjugendvertretung anlässlich des Weltflüchtlingstages: Asyl ist und bleibt ein Menschenrecht!

Menschlichkeit und Solidarität statt Obergrenzen und Notstandsverordnungen.

Wien (OTS) - Der 20. Juni ist der Weltflüchtlingstag. Die Bundesjugendvertretung (BJV) nimmt dies zum Anlass, zu mehr Menschlichkeit und Solidarität mit Menschen auf der Flucht aufzurufen und Missstände in der Asylpolitik aufzuzeigen.

Julia Herr, Vorsitzende der BJV, dazu: „Asyl ist ein Menschenrecht. Punkt. Dass nun von der Bundesregierung Druck ausgeübt wird, möglichst schnell die Notstandsverordnung durchzupeitschen und die Zahlen so zu drehen, dass möglichst schnell die sogenannte Obergrenze erreicht ist, ist im Wesentlichen der Versuch, dieses Recht auszuhebeln. Es ist ein Skandal, dass sich der österreichische Staat so verhält. Ihm sollte die Wahrung der Menschenrechte und auch der Kinderrechte, weil die sind natürlich genauso von diesen Regelungen betroffen, eigentlich das oberste Anliegen sein. Die Aussicht, dass Kinder und Jugendliche, auch diejenigen, die sich alleine auf die gefährliche Flucht und auf die Suche nach Schutz gemacht haben, an unserer Grenze zurückgewiesen und zurückgeschoben werden, ist erschütternd.“

Außerdem betont die BJV nochmals besonders die Situation von jungen Flüchtlingen in Österreich. Julia Herr: „Wir haben uns in den letzten Monaten intensiv mit jungen Flüchtlingen auseinander gesetzt. Und nachwievor gilt: Die Situation muss dringend verbessert werden. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass die Kürzung der Mindestsicherung für Asylberechtigte, wie sie zum Beispiel gerade in Oberösterreich passiert ist, verheerend ist. Das bedeutet für viele Kinder und Jugendliche, dass sie und ihre Eltern in die Armut gedrängt werden. Das ist genauso untragbar, wie die langen Wartezeiten auf Deutschkurse, fehlende Ausbildungs- und Schulplätze, zu wenig psychologische Betreuung und zu niedrige Tagsätze. Junge Flüchtlinge brauchen Zukunftsperspektiven. Jetzt! Es gibt so viel zu tun und wir werden nicht aufhören, auf diese Missstände aufmerksam zu machen.“

Anfang 2016 hat die BJV zusammen mit IFES eine explorative Studie zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Österreich durchgeführt, die diese Bedenken bekräftigt hat. Sie kann hier nachgelesen werden:
bjv.at/mehralsnurfluechtig

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