fjum/GEN Summit: Medieninnovation braucht Verantwortung

Auf der größten Medieninnovationskonferenz plädiert Charlie Hebdo-Chefredakteur für freie Meinungsäußerung: „Die Pressefreiheit ist nicht tot.“

Wien (OTS) - Im Rahmen des derzeit in der „Aula der Wissenschaften“ stattfindenden Summit des Global Editors Network (GEN) gab Gérard Biard, Chefredakteur des französischen Satire-Magazins Charlie Hebdo, ein klares Statement für die Pressefreiheit ab. „Wir arbeiten in unserem Magazin weiter, wie wir immer gearbeitet haben“, sagte Biard und fügte hinzu: „Die Pressfreiheit ist nicht tot.“

Der GEN-Summit mit mehr als 700 internationalen Gästen widmete sich vor allem der Frage, wie Medien und Journalismus mit neuen Technologien umgehen sollen. Themen wie Virtual Reality, Roboter-Journalismus, Automatisierung, Personalisierung und Datenschutz machten deutlich, in welch enormem Ausmaß Technologie unser Leben und unsere Gesellschaft weiterhin radikal verändern wird. „Mit 5G werden bald alle Aspekte des Lebens miteinander verbunden sein – das ist der Kern der Digitalisierung“, sagt Telekom Austria-CEO Alejandro Plater als Vertreter der Technologie-Infrastruktur-Branche.

„Die Technologie bestimmt zunehmend unsere Entscheidungen“, meinte der US-Medienmanager John Paton. Umso mehr sei es die Aufgabe von Medien, Technologien aktiv zu gestalten. Auch die US-amerikanische Technologie-Expertin Amy Webb wies in ihrer Keynote eindringlich auf die Verantwortung der Medien bei der Entwicklung von Zukunfts-Technologien hin und plädierte für einen kritischen Umgang mit Innovation, der Entwicklung von „Smart Machines“ und der Gestaltung von „Artificial Intelligence“. Die Gründerin des „Future Today Institutes“ sprach über Tech-Trends, die Medienorganisationen und ihre Newsrooms definitiv beeinflussen werden. „Was ist die Zukunft? Sie ist etwas, das wir in der Gegenwart gestalten könnten. Algorithmen haben Eltern. Wir sind ihre Mütter und Väter“, so Webb. Im Jahr 2046 werde man erkennen, dass wir Programmen und Algorithmen strukturellen Rassismus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit beigebracht hätten. Aber dann werde es zu spät sein. „Aus diesem Grund sollten wir jetzt schon darauf achten, was wir unsere Maschinen lehren“, so die Warnung von Webb.

GEN-Summit 2016, Wien: Das Global Editors Network (GEN), eine internationale Vereinigung von Chefredakteuren, tagt derzeit in Wien. Weit über 700 Chefredakteure, Herausgeber, Journalisten, Medienmacher und Multiplikatoren aus über 60 Nationen diskutieren aktuelle Medientrends sowie die künftigen Herausforderungen im Journalismus. zu diskutieren. Die Wiener Weiterbildungseinrichtung fjum_forum journalismus und medien wien ist Partner des Global Editors Network (GEN). Der GEN-Summit wird auch 2017 in Wien stattfinden.

Fotos zum Event finden Sie hier: http://bit.ly/gensummit_fjum

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Geschäftsführerin
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