ÖGB-Foglar: „Querschüsse der IV nicht zielführend“

Einladung zu konstruktiver Arbeit

Wien (OTS) - „Ich möchte die Industriellenvereinigung darauf aufmerksam machen, dass Industriebetriebe auch Mitglieder der Wirtschaftskammer sind und damit auf Arbeitgeberseite in vielen Branchen bei Kollektivvertragsverhandlungen mit den Gewerkschaften am Tisch sitzen. Damit wirken sie genau an jenen sozialpartnerschaftlichen Lösungen mit, die sie jetzt ständig kritisieren. Das erscheint mir doch recht widersprüchlich“, erklärt ÖGB-Präsident Erich Foglar.

Betriebsvereinbarungen sind flexibel

Foglar betont, dass Arbeitszeitgesetz und Kollektivverträge sowohl Schutz als auch Flexibilität ermöglichen: „Auf dieser Basis können über Betriebsvereinbarungen viele Möglichkeiten genutzt werden, um Arbeitszeiten nach betrieblichen Erfordernissen zu gestalten und auf schwankende Auftragslagen zu reagieren. Dort wo mehr Flexibilität notwendig ist, finden die Sozialpartner auch faire Lösungen, wie die jüngste Einigung der Metallindustrie eindrucksvoll beweist.“

Wer nicht will, muss nicht

Grundsätzlich hat Foglar zunehmend den Eindruck, dass die IV an der bisher bewährten Sozialpartnerschaft nicht mehr interessiert ist. „Diese ständigen Querschüsse sind kontraproduktiv und tragen nur zu einer Polarisierung des Klimas bei.“ Bemerkenswert wäre in diesem Zusammenhang, dass sich die IV zwar ständig in Sozialpartner-Gremien rein reklamiert und mit am Tisch sitzen möchte, aber diese Gremien danach wieder in Frage stellt.

IV ist eingeladen, wenn sie soweit ist

Wenig Verständnis hat Foglar für die wiederholten Untergriffe seitens der IV. „Ausgerechnet von jenen, die lautstark den 12-Stunden-Arbeitstag- ein Relikt aus dem 19. Jhd. - fordern, zu hören, man wäre antiquiert, ist schon erstaunlich. Die Sozialpartnerschaft ist ein erfolgreiches und intelligentes Modell des Interessensausgleiches und gewährleistet sozialen Frieden. Wenn die IV an einem konstruktiven Dialog interessiert ist und an zukunftsfähigen sozialpartnerschaftlichen Lösungen für Österreich mitarbeiten möchte, ist sie dazu eingeladen“.

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