Hahn: Mindestlohn erhöhen statt Mindestsicherung senken

Eine Kaufkraftsteigerung belebt die Wirtschaft

St. Pölten (OTS) - „Es stimmt, dass Arbeit sich lohnen muss! Und genau deshalb fordern wir einen kollektivvertraglichen Mindestlohn in der Höhe von 1.700 Euro brutto. Denn es ist wichtig, eine Arbeit zu haben, von der man auch entsprechend leben kann – und das ist für viele Menschen heute bei Weitem keine Realität. Denn allzu oft verschlingen die Wohnkosten, die Heizkosten, die Lebensmittel und das Auto, das notwendig ist, um zur Arbeit zu gelangen, das Gehalt zur Gänze und für Hobbys, Kulturangebote oder gar Reisen bleibt rein gar nichts mehr übrig! Vom Sparen oder einer zusätzlichen Altersvorsorge können diese Menschen ohnehin nur träumen“, machte SPNÖ-ArbeitnehmerInnensprecherin LAbg. Doris Hahn, MA M.Ed, im Zuge der Budgetsitzung des NÖ-Landtages aufmerksam.

10 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen verdienen weniger als 1.700 Euro brutto im Monat – das bedeutet ein Nettogehalt von weniger als 1.250 Euro. Diese Zahlen zeigen, dass besonders Frauen von niedrigen Einkommen betroffen sind. „Die niedrigen Löhne sind aber nicht nur während des Erwerbslebens ein Problem für die Betroffenen, sondern sie öffnen auch der Altersarmut Tür und Tor“, macht Hahn weiter aufmerksam. Es sei inakzeptabel, dass die Lebenshaltungskosten in Österreich zu den höchsten in Europa zählten, die Löhne aber am unteren Ende angesiedelt seien. Eine klare Absage erteilt Hahn daher auch der Argumentation, ein höherer Mindestlohn würde die Wirtschaft gefährden: „Die Wirtschaft vergisst dabei aber leider immer, dass die Menschen ihre Produkte nur dann kaufen können, wenn sie auch Geld in der Tasche haben. Um die Wirtschaft zu stärken, müssen wir die Kaufkraft stärken – und das gelingt eben durch einen entsprechenden Mindestlohn!“

„Nicht die Kürzung der Mindestsicherung macht Arbeit attraktiv, sondern ein entsprechend gerecht entlohnter Job! Denn wer arbeitet, muss sich von diesem Job auch ein selbstbestimmtes Leben leisten können. Aber die Ablehnung unseres Antrags auf einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.700 Euro für einen Vollzeitjob zeigt, dass es in Wahrheit bei der Debatte nicht um soziale Gerechtigkeit geht, sondern nur darum, Sozialleistungen auszuhebeln“, so LAbg. Hahn abschließend.

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