APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kern, Kurz und Strache aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 10.06. bis 16.06.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Nachdem Christian Kern auf der Facebook-Seite von FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache massiv angegriffen wurde – User drohten dem Kanzler in Kommentaren etwa mit einer „schnellen Kugel“ für den „Judas von Österreich“ - kam es in der "Aktuellen Stunde“ des Nationalrats zu einer direkten Konfrontation zwischen Strache und Kern. Der Kanzler forderte einen zivilisierteren Tonfall von Strache, der ihn als Zahlentrickser bezeichnete. "Die Geister, die Sie rufen, werden auch Sie nicht rasch loswerden", zitierte die „Presse“ Kanzler Kern, der sich mit dieser Aussage direkt an Strache wandte.

Am selben Tag nahm der Kanzler zum Dringlichen Antrag der Neos zum Thema öffentliche Hearings Stellung. Dem Vorschlag eines Kandidaten-Hearings für den Posten des ORF-Generaldirektors sowie für die Besetzung des Verfassungsgerichtshofs stehe er aufgeschlossen gegenüber. Bei der Bestellung von Ministern handle es sich allerdings um eine politische Entscheidung, deshalb sehe er keinen großen Nutzen darin, hierfür ein Hearing einzusetzen.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) auf Platz elf im Ranking.

Im Interview mit der „Presse“ erklärt Drozda, dass er bis Herbst "große Pakete" schnüren und "auf jeden Fall" Qualitätszeitungen mehr fördern möchte. Die Reform der Presseförderung sei ihm ein wichtiges Anliegen, weil eine funktionierende Medienlandschaft auch für die Demokratie entscheidend sei. Von der Idee, das ORF-Gesetz zu ändern, halte er wenig, da der Stiftungsrat, so wie er jetzt zusammengesetzt sei, letztlich die Breite und Vielfalt der Republik abbilde.

Dem Vorschlag von Bundeskanzler Kern, der für eine „Maschinensteuer“ plädiert, stehe er positiv gegenüber, weil ein System, das einzig und allein auf Löhne und Gehälter abzielt, auf Dauer nicht die Finanzierung des Sozialstaats sichern könne.

Rückfragen & Kontakt:

APA DeFacto GmbH
Tel.: +43 1 36060 - 5123
analyse@defacto.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAW0001