Jank: Schulrechtspaket trägt aktuellen Herausforderungen im Schulsystem Rechnung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es war kein leichter Weg, aber mit dem heutigen Beschluss des Schulrechtspakets setzt die Regierung einen wichtigen Schritt, um auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren, stellte heute, Mittwoch, ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank im Plenum des Nationalrats fest. Sie hob vor allem die Verankerung von Sprachstartkursen und der Schuleingangsphase hervor. Ab dem Schuljahr 2016/17 werden sogenannte Sprachstartgruppen für Kinder mit fehlenden Deutschkenntnissen implementiert. „Damit wollen wir Chancengleichheit vom Schulstart weg ermöglichen“, so Jank.

Jank ging unter anderem auf folgende Punkte des Pakets ein:

- Neben der Implementierung von so genannten Sprachstartgruppen gibt es die neue Schuleingangsphase, bei der Erkenntnisse über den Entwicklungsstand der Kinder an die Volksschule weitergegeben werden.

- Am Schulstandort wird autonom und schulpartnerschaftlich entschieden, ob anstelle der Ziffernnote in den ersten drei Klassen eine alternative Leistungsbeschreibung eingeführt wird oder nicht. „Damit werden mehr als 2.000 Schulversuche über eine alternative Form der Leistungsbeurteilung abgeschafft“, zeigte sich Jank zufrieden.

- Neu ist auch der „unterjährige“ Wechsel der Lehrplanstufen bis zur dritten Klasse. Damit wird das „Sitzenbleiben“ am Ende einer Schulstufe vermieden, aber auch das „Überspringen“ einer Schulstufe ermöglicht.

- AHS und BMHS soll es ermöglicht werden, schulautonom festzulegen, ob die zehnte Schulstufe der neuen Oberstufe bereits 2017/18 starten soll oder ob ein Start im Schuljahr 2018/19 bzw. 2019/20 sinnvoller erscheint.

- Ab 2021 soll es auch an der AHS-Unterstufe einen einzigen Pflichtgegenstand „Technisches und textiles Werken“ geben, in dem beide Lerninhalte vermittelt werden. „Damit verbunden ist für Mädchen und Burschen eine Erweiterung der beruflichen Perspektiven“, so die Abgeordnete.

- Es wird die gesetzliche Grundlage für eine moderne zweijährige Forstfach-Ausbildung geschaffen, die ab dem Schuljahr 2017/18 an der Forstfachschule Waidhofen/Ybbs startet.

- Den Ländern wird die Möglichkeit gegeben, die Schulsprengel zu flexibilisieren. „Damit wird die Wahlfreiheit der Eltern bei der Suche nach einer Schule für ihre Kinder erhöht.“

- Künftig können schulautonom jahrgangsübergreifende Klassen geführt werden.

- Mit dem „Erzieher für Lernhilfe“ wird ein neues Berufsbild geschaffen.

Als wichtig erachtet die Abgeordnete auch, dass die bewährte Berufs(bildungs)orientierung grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern ab der achten Schulstufe – ausgenommen Berufsschülern - im Ausmaß von bis zu fünf Tagen pro Unterrichtsjahr zustehen soll. „Durch diese Orientierung können Jugendliche bereits früher erkennen, welche Berufe ihren Interessen und Neigungen entspricht“, schloss Jank.
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