- 16.06.2016, 13:56:13
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ÖH zur Querfinanzierung von Privatuniversitäten
Öffentliche Gelder für Öffentliche Universitäten!
Utl.: Öffentliche Gelder für Öffentliche Universitäten! =
Wien (OTS) - Die Karl-Landsteiner-Privatuniversität wird derzeit
sowohl von der Medizinischen Universität Wien als auch von der
Donau-Uni Krems und zukünftig auch von der Technischen Universität
Wien mitfinanziert. “Dass öffentliche Universitäten bei der
derzeitigen Budgetlage tatsächlich noch Privatuniversitäten, an denen
ohnehin horrende Studiengebühren gezahlt werden müssen,
querfinanzieren, muss ein Ende haben.” so Lucia Grabetz vom
Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.
Als weiteres Beispiel einer öffentlichen Universität, die Anteile an
einer Privatuniversität hält, kann die Uni Innsbruck genannt werden -
sie ist an der Tiroler Privatuniversität UMIT beteiligt. “Diese
Tendenz ist für den österreichischen Hochschulsektor, der ohnehin
dauernd gegen finanzielle Engpässe kämpfen muss, inakzeptabel.” sagt
Grabetz. Ein wichtiger Kritikpunkt ist der personelle Engpass, an dem
nahezu alle öffentlichen Universitäten leiden. “Es ist keine
Seltenheit, dass Lehrende von öffentlichen Universitäten auch an
privaten Universitäten unterrichten, insbesondere wenn deren
Arbeitgeber_innen auch Teilhaber_innen an den privaten Hochschulen
sind. So sind zum Beispiel Lehrende der Medizinischen Universität
Wien auch an der Karl-Landsteiner-Privatuniversität tätig.” erklärt
Grabetz. Entstehen daraus zeitliche Engpässe, leiden vor allem die
Studierenden der öffentlichen Universitäten darunter.
Die privaten Universitäten sind ein Teil des Hochschulraums in
Österreich. “Unterm Strich muss aber klar sein, dass private
Hochschulen auch privat finanziert werden müssen. Kein Cent aus dem
Budget der öffentlichen Unis hat etwas in jenem von privaten
Hochschulen zu suchen!” fordert Grabetz abschließend.
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