Digitale Sicherheit: Enquete des KSÖ zum Cyber-Gesetz

Digitale Sicherheit als Standortfaktor, der erhalten und ausgebaut werden muss

Wien (OTS) - Das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) veranstaltete am 13. Juni 2016 in Wien eine Sicherheitsenquete zum kommenden "Bundesgesetz zur Cyber-Sicherheit". „Digitale Sicherheit ist ein Standortfaktor, den wir erhalten und ausbauen müssen“, sagte KSÖ-Präsident Mag. Erwin Hameseder. „Als KSÖ unterstützen wir die zuständigen Ministerien, die rechtlichen Rahmenbedingungen rasch zu definieren, damit es klare Regeln und Verantwortlichkeiten gibt.“ Ein Bundesgesetz zur Cyber-Sicherheit müsse vor allem Wirtschaft und Behörden unterstützen, sagte Hameseder. „Denn die Antwort auf Fragen, wie man der Bedrohung der digitalen Sicherheit kritischer Infrastruktur, des Internet of Things oder der Industrie 4.0 durch den rasanten Anstieg von Internetkriminalität und staatlichen Angreifern begegnen kann, kann nicht nur im Verbot dieser Angriffe liegen.“

Schulterschluss zur Wirtschaft. „Durch Angriffe auf digitale Systeme wird nicht nur wirtschaftlicher Schaden verursacht, es können auch wesentliche kritische Infrastrukturen des Staates betroffen sein“, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler. „Unsere Aufgabe ist es, die Bevölkerung auch im digitalen Raum zu schützen. Dazu braucht es einen Schulterschluss zur Wirtschaft.“

Klare Regeln. „Dieser Rechts- und Technologie-Dialog, bei dem wir durch das Innenministerium und das Bundeskanzleramt unterstützt worden sind, hat gezeigt, dass es konkrete Forderungen der Praktiker an einem Gesetz gibt“, sagte KSÖ Generalsekretär Dr. Alexander Janda. „Es muss die staatlich-private Zusammenarbeit auf rechtliche Beine gestellt werden und es müssen bei der Frage des Informationsaustausches zwischen Unternehmen und staatlichen Stellen die Regeln und Verbote eindeutig sein.“

Nicht nur eine technische Herausforderung. „Sicherheit ist keinesfalls eine rein technische Herausforderung – vielmehr können neue Sicherheitslösungen nur durch die Einbeziehung der entsprechenden gesellschaftlichen, rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen umgesetzt werden.“ sagte Dipl.-Ing. Anton Plimon vom Austrian Institute of Technology. „Nur durch den Diskurs mit allen Beteiligten und den Nutzern der Technologien können Innovationen ihre Wirkung erzielen.“

Verleihung Ehrenpreis. Bei der Enquete wurde der KSÖ-Ehrenpreis an den Generaldirektor für öffentliche Sicherheit a. D. Michael Sika sowie an Mag. Gerald Reischl und an die Firma Siemens verleihen. Es wurde auch das Ergebnis des KSÖ-Cybersecurity-Planspiels präsentiert, das am 9. Mai 2016 in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) stattgefunden hat und bei dem über 100 Expertinnen und Experten aus 14 Unternehmen sowie dem BMI, BKA und BMLVS teilgenommen haben.

Das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) ist ein gemeinnütziger, unabhängiger Verein, der sich als „Nationale Vernetzungs-und Informationsplattform für Themen der inneren Sicherheit“ zum Ziel gesetzt hat, Österreich sicherer zu machen. Das Kuratorium fungiert als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Forschung, Behörden und Gesellschaft. Seit 2015 begleitet das KSÖ mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung die Arbeiten der Bundesregierung am „Bundesgesetz zur Cyber-Sicherheit".

Unterstützt wird das KSÖ vom „KSÖ-Cybersecurity-Forum“, einer Plattform für Cyber-Zusammenarbeit auf freiwilliger Basis, mit den teilnehmen Unternehmen A1 Telekom Austria AG, Austrian Power Grid AG, Bundesrechenzentrum GmbH, Erste Bank Österreich, Flughafen Wien AG, Österreichische Lotterien GmbH, Österreichische Staatsdruckerei GmbH, Raiffeisen Informatik GmbH sowie Siemens AG Österreich.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Alexander Janda
Generalsekretär
Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ)
Tel.: +43 676 5566800
https://kuratorium-sicheres-oesterreich.at/
office@kuratorium-sicheres-oesterreich.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NIN0001