Resolution des Europäischen Parlaments zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bahnindustrie

Handels- und Wettbewerbsverzerrungen müssen abgebaut werden

Wien (OTS) - Vor wenigen Tagen hat das Europäische Parlament mit überwältigender Mehrheit eine Resolution über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bahnindustrie angenommen.

Diese Resolution betont die strategische Bedeutung der europäischen Bahnindustrie und macht Vorschläge, die von den Institutionen der Europäischen Union aber auch von den einzelnen Mitgliedsstaaten durchzuführen sind.

Mit dieser Initiative soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bahnindustrie insbesondere angesichts der asiatischen Konkurrenz deutlich gesteigert werden.

Konkret fordert das Europäische Parlament die Kommission auf, eine kohärente EU-Handelsstrategie zu entwickeln, durch die die Einhaltung des Grundsatzes der Gegenseitigkeit, insbesondere in Bezug auf Japan, China und die USA, sichergestellt wird und durch die eine weitere Internationalisierung der Bahnindustrie unterstützt werden soll.

Weiters wird die Ausarbeitung einer schlüssigen EU-Strategie für die Industriepolitik gefordert, die auf die Reindustrialisierung Europas abzielt und die auch auf Nachhaltigkeit sowie auf Energie- und Ressourceneffizienz basiert. Dabei soll auch eine Strategie für wichtige Branchen unter Einschluss der Bahnindustrie entwickelt werden, um eine hohe Fertigungstiefe in Europa zu erhalten. Diese Initiativen sind auch mit Bezug zu „Industrie 4.0“ zu sehen.

Der österreichische Verband der Bahnindustrie begrüßt diesen Schritt des Europäischen Parlaments außerordentlich. In Europa und insbesondere in Österreich stehen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Ziele des europäischen Weißbuchs für den Transport weiterhin große Investitionsentscheidungen sowohl im Bereich von Schienenfahrzeugen als auch bei Bahninfrastrukturen an. Entscheidungen in diesen Bereichen haben neben den verkehrspolitischen Aspekten stets auch großen Einfluss auf die Industrie- und Standortpolitik.

Über den Verband der Bahnindustrie

Der Verband der Bahnindustrie wurde 2005 als eigenständiger Branchenverband gegründet. Oberstes Ziel ist es, die Interessen der in Österreich überproportional stark aktiv tätigen eisenbahntechnischen Industrie zu vertreten sowie die Rahmenbedingungen für diese leistungsorientierte und innovative Branche auf nationaler und internationaler Ebene positiv mitzugestalten. Er repräsentiert einen starken und stetig wachsenden, innovativen und exportorientierten Wirtschaftsbereich. Die rund 25 Mitgliedsunternehmen kommen aus allen Produktions- und Entwicklungsbereichen, die Lösungen für die verschiedensten Schienenverkehrssysteme realisieren. Das reicht von Sicherungs-, Leit- und Kommunikationssystemen über Antriebskomponenten, Gleisbaumaschinen bis hin zu kompletten Triebzügen.

Die Aktivitäten des Verbandes der Bahnindustrie reichen weit über Österreichs Grenzen hinaus. Über den Verband der Europäischen Bahnindustrie (UNIFE, www.unife.org) ist er mit seinen europäischen Partnern vernetzt. www.bahnindustrie.at

Rückfragen & Kontakt:

Verband der Bahnindustrie
Ing. Ronald Chodász, Geschäftsführer
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Tel.: +43 1 588 39-35
chodasz@bahnindustrie.at

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