Marco Michael Wanda räumt auf Ö3 mit dem Image seiner Band auf: „Wir sind keine hirnlosen Alkoholiker“

Wien (OTS) - Sie sind die Shooting-Stars der österreichischen Musikszene, waren erst vorgestern (Freitag, 10. Juni) vor zehntausenden Besuchern Headliner auf dem Nova Rock-Festival: die österreichische Rock-Band Wanda ist seit ihrem Durchbruch mit dem Album „Amore“ vor eineinhalb Jahren im Höhenflug. Frontman Marco Michael Wanda möchte allerdings das Exzess-Image seiner Band korrigieren. Der Leadsänger war heute zu Gast in Ö3-„Frühstück bei mir“ und meinte im Gespräch mit Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl: „Wir empfinden es als Tragödie, wie unser Alkoholkonsum überzeichnet wird. Es steht zwischen dem Bild von uns und dem, was wir wirklich machen.“ Als „Ekstase-Tross kurz vor der Leberzirrhose“ wurde das Rock-Quintett von der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ bezeichnet. Und auch wenn die Whiskey- oder Bierflasche manchmal mit auf der Bühne ist, meinte Wanda heute auf Ö3: „Wir sind keine hirnlosen Alkoholiker, wir machen Musik und das mit Leib und Seele.“ Wirkliche Disziplin wäre mit dem Auftritts-Marathon eingekehrt, betonte er und er outete, wie normal das Tour-Leben von Österreichs angeblich hemmungslosester Band wirklich ist: „Mein Alkoholkonsum hat mit dem Erfolg aufgehört. Das Durchfeiern auch. Ich gehe meistens schlafen nach einem Auftritt, das ist ja wie Hochleistungssport. Wenn du 20 Konzerte in drei Wochen spielst, musst du schlafen gehen, sonst bist du tot nach zehn Jahren.“

Auch sonst zelebriert Marco Michael Wanda seinen Rockstar-Status nicht. Claudia Stöckl empfing er in seiner 40m2-Wohnung in einer großen Wohnhausanlage beim Wiener Praterstern – „ist wie ein Hotelzimmer, ich bin ja nie zuhause. Am wohlsten fühle ich mich im Tour-Bus.“ Er spart allerdings auf ein Haus mit Garten und lebt sonst weiter wie bisher: „Ich bin nicht materiell veranlagt und gebe kaum Geld aus. Ich habe mir seit zehn Jahren nichts zum Anziehen gekauft. Und die Lederjacken, die ich trage, haben Leute entweder vergessen oder mir geschenkt.“ Immer wieder wird Marco Michael Wanda mit Falco verglichen – was ihm schmeichelt –, einen Welthit wie Österreichs größter Popstar möchte Wanda allerdings nie landen, beteuerte er auf Ö3: „Ich werde mich hüten auf Englisch zu singen, weil ich will den Welterfolg nicht. Weil niemand, der bei Verstand ist, will das. Wie kaputt muss man sein, dass man auf der ganzen Welt erkannt werden will?“. Das nächste Ziel der Band ist, mit einem Song Nummer Eins in Deutschland zu werden. Wo er in fünf Jahren beruflich stehen will? „Es wäre schön, wenn es uns als Band noch gibt. Und wenn wir nicht verrückt geworden sind.“

Ö3-„Frühstück bei mir“ – das große Interview der Woche, Persönlichkeiten ganz persönlich – jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3 und zum Nachhören online auf oe3.ORF.at.

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