Muchitsch: Wirtschaft Anreize geben, Jobs zu schaffen

SPÖ-Sozialsprecher unterstützt Kanzler Kerns Idee eines Beschäftigungs-Bonus – „IV-Neumayer sollte zuhören statt reflexartig zu kritisieren“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch unterstützt die Idee eines Beschäftigungs-Bonus, wie von Bundeskanzler Christian Kern im heutigen Ö1-Interview skizziert: „In Zeiten der Automatisierung, in denen zunehmend hochentwickelte Maschinen die Arbeit erledigen, muss darüber nachgedacht werden, wie Unternehmen dazu motiviert werden können, auf menschliche Arbeitskraft zu setzen und neue Jobs zu schaffen. Wir brauchen mehr Beschäftigung. Dazu müssen wir die Wirtschaft mit ins Boot holen“, so Muchitsch am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ***

Beschäftigung und wie diese in Zukunft gestaltet werden kann, wird zunehmend ein Thema sein, ist Muchitsch sicher. „Dabei geht es auch um die zentrale Frage, wie wir die Finanzierung unseres Sozialstaates sichern können.“ Für Muchitsch ist klar: „Wir müssen der Wirtschaft Anreize geben, Jobs in Österreich zu schaffen. Wir müssen weg von unfairen Beauftragungen von entsandten ArbeitnehmerInnen und Sub-Subvergaben aus dem Ausland. Es geht nicht darum, die Wirtschaft durch weitere Steuern zu belasten. Im Gegenteil, die Abgaben auf Arbeit sind zu hoch und müssen gesenkt werden. Unternehmen sollten dafür belohnt werden, dass sie menschliche Arbeitskräfte einstellen.“ Muchitsch fordert, ebenso wie Bundeskanzler Kern, „bei diesen Zukunftsfragen in alle Richtungen zu denken und Ideen offen zu diskutieren, etwa auch über den Vorschlag einer Wertschöpfungsabgabe. Denn eine sinkende Lohnquote und weniger Beitragszahler legen nahe, die Wertschöpfung und nicht nur den Lohn zur Finanzierung des Sozialstaates heranzuziehen.“

Zur „reflexartigen Kritik“ seitens der Industriellenvereinigung, hält Muchitsch fest: „Kanzler Kern hat im Ö1-Interview darum gebeten, ihm zuerst richtig zuzuhören, bevor man seine Ideen kritisiert. Offenbar hat IV-Generalsekretär Neumayer genau das mal wieder nicht getan. Sonst würde er nicht von ‚Belastungsideen‘ sprechen, wo es um eine faire Verteilung der Steuerlast geht. Die Kritik geht komplett am Thema vorbei und zeigt nur, dass die IV nicht bereit ist, alte Denkmuster aufzugeben und einen Blick über den Tellerrand zu wagen.“ (Schluss)sc

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